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Neue Tarife

Knaller: Schwarzfahren und Falschparken werden jetzt teurer!

Knaller: Schwarzfahren und Falschparken werden jetzt teurer!
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3 Min. Lesezeit |

Mit Jahresbeginn 2026 greift Wien tief in die Taschen seiner Bürger und Besucher. Die Bundeshauptstadt erhöht flächendeckend ihre Tarife – betroffen sind öffentliche Verkehrsmittel, Parkgebühren und Strafzahlungen.

Die finanziellen Konsequenzen treffen sowohl Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs als auch Autofahrer. Wer künftig ohne gültigen Fahrschein oder Parknachweis angetroffen wird, muss mit deutlich höheren Zahlungen rechnen, da die Strafbeträge signifikant angehoben werden.

„Fahren ohne Ticket ist kein Kavaliersdelikt – es ist unsolidarisch“, begründet die Wiener Stadtverwaltung am Montag ihre Entscheidung, die Sanktionen für Schwarzfahrer erheblich zu verschärfen. Ab 1. Jänner 2026 steigt die entsprechende Gebühr bei sofortiger Begleichung auf 135 Euro – ein Plus von 30 Euro gegenüber dem aktuellen Satz. Bei Zahlung mittels Erlagschein werden künftig 145 Euro fällig statt der bisherigen 115 Euro.

Auch bei Parkverstößen verschärft die Stadt ihre Gangart. Die Strafe für Falschparker erhöht sich von derzeit 36 auf künftig 50 Euro pro Vergehen.

Die Wiener Stadtverwaltung rechtfertigt die Anhebung der Parkstrafen als „wichtigen Schritt, um für mehr Sicherheit und Ordnung im Straßenverkehr zu sorgen“. Zudem betont sie: „Die Mehreinnahmen aus den angepassten Parkgebühren und Strafzahlungen spielen eine zentrale Rolle für die wirtschaftliche Stabilität Wiens.“

Öffi-Preissprung

Bei den Wiener Linien tritt zum 1. Jänner 2026 eine markante Tarifanpassung in Kraft. Das lange Zeit stabile Preismodell der 365-Euro-Jahreskarte, dessen Kosten seit 13 Jahren unverändert blieben, wird aufgegeben.

Der neue Preis für die Jahreskarte beträgt künftig 467 Euro bei einmaliger Zahlung. Noch teurer wird es bei monatlicher Abbuchung – hier steigt der Jahresbetrag von aktuell 396 auf 506 Euro, was einer Erhöhung um 28 Prozent entspricht.

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Die Tarifanpassung wurde von Verkehrsstadträtin Ulli Sima und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak offiziell verkündet. Nach Angaben des WIFO orientiert sich die Preiserhöhung an der kumulierten Inflation der vergangenen Jahre, bleibt aber unter dem rechnerischen Anpassungswert von 502 Euro. Die 365-Euro-Karte war seit ihrer Einführung 2012 über 13 Jahre hinweg preislich unverändert geblieben.

Damit nicht genug: Die Wiener Verkehrsbetriebe haben gemeinsam mit der Stadt bereits die nächste Preisanpassung angekündigt. Ab dem 1. Jänner 2027 werden die Tarife einer jährlichen Valorisierung (Inflationsanpassung) unterzogen.

Parkkosten steigen

Autofahrer müssen ebenfalls mit erheblichen Mehrkosten rechnen, da die Parkgebühren um 30 Prozent ansteigen. Für das Anwohner-Parkpickerl erhöht sich die monatliche Parkometerabgabe von 10 auf 13 Euro, wobei die Abrechnung künftig ausnahmslos monatlich erfolgt.

Die 30-prozentige Preiserhöhung betrifft ebenso alle Parkscheine. Pro halbe Stunde fallen dadurch zusätzliche 40 Cent an.

Ein gelber Zwei-Stunden-Schein verteuert sich von 5,20 Euro auf 6,80 Euro – eine Differenz von 1,60 Euro.

Finanzstadträtin Barbara Novak bezeichnet die Parkgebührenerhöhung als „unverzichtbaren Beitrag zur finanziellen Stabilität“ und hebt ihre Bedeutung für eine nachhaltige Parkraumbewirtschaftung hervor. Die Mehreinnahmen werden gezielt zur Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen verwendet.

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KO KOSMO-Redaktion
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