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Investitionswelle

Neues gelobtes Land: Israelis kaufen sich massenhaft Immobilien auf Zypern

Neues gelobtes Land: Israelis kaufen sich massenhaft Immobilien auf Zypern
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Krieg, Unsicherheit – und ein neues Zuhause nur 40 Flugminuten entfernt. Zypern rückt für Israelis in den Fokus.

Seit dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 verzeichnen Experten einen merklichen Anstieg israelischer Immobilienkäufe auf Zypern. Die Insel liegt nur rund 40 Flugminuten von Israel entfernt und vereint vertraute klimatische Bedingungen mit dem Vorteil eines EU-Zugangs. Für viele israelische Staatsbürger ist Zypern damit zu einem konkreten „Plan B“ geworden – einer Absicherung in Zeiten wachsender Unsicherheit.

Rekordvolumen Zypern

In den Bezirken Larnaka, Paphos und Limassol wurden zwischen 2021 und 2024 insgesamt rund 3.900 Immobilienkäufe durch israelische Erwerber registriert. Auf die einzelnen Bezirke entfallen dabei 1.406 Transaktionen in Larnaka, 1.291 in Paphos sowie 1.154 in Limassol. Der zypriotische Immobilienmarkt insgesamt erzielte 2025 ein Rekordvolumen von 6,5 Milliarden Euro. Ausländische Käufer erwarben in diesem Zeitraum 7.255 Objekte – ein beträchtlicher Anteil davon entfiel auf israelische Investoren.

Das Engagement israelischer Akteure auf Zypern geht jedoch weit über den Erwerb von Ferienimmobilien hinaus. Großprojekte wie die Modernisierung des Palm-Beach-Hotels sowie das Vorhaben „Aqua Residences“ umfassen Investitionen von insgesamt mehr als 110 Millionen Euro. Parallel dazu zeichnen sich gesellschaftliche Veränderungen ab: In Limassol ist eine private jüdische Schule für bis zu 1.500 Schülerinnen und Schüler in Planung, zudem wächst die Zahl koscherer Einrichtungen auf der Insel.

Politischer Widerspruch

Der Zustrom israelischer Investitionen ruft auch politischen Widerspruch hervor. Die linke Oppositionspartei AKEL fordert strengere Regelungen für Immobilienkäufe durch Nicht-EU-Bürger. Der zypriotische Europaparlamentarier Fidias Panayiotou äußerte Bedenken hinsichtlich des wachsenden israelischen Einflusses auf der Insel.

Israels Botschafter Oren Anolik wies diese Kritik zurück und warnte davor, israelische Investitionen mit antisemitischen Stereotypen zu verbinden.

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KO KOSMO-Redaktion
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