Ein Grazer Parkett-Hersteller kämpft ums Überleben – mit einem Plan, der für 17 Beschäftigte weitreichende Folgen hat.
Die Edeldielen Manufaktur GmbH hat beim Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung gestellt. Das österreichische Unternehmen, das auf die Herstellung und den Vertrieb hochwertiger Holz- und Parkettböden spezialisiert ist, sieht sich mit erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten konfrontiert.
Wie aus dem Antrag hervorgeht, sind sinkende Erlöse in Kombination mit gestiegenen Betriebskosten für die angespannte Finanzlage verantwortlich. Gegenüber seinen 64 Gläubigern weist das Unternehmen Verbindlichkeiten in Höhe von rund 800.000 Euro aus.
Verlagerung nach Ungarn
Von der Krise betroffen sind auch die 17 Beschäftigten des Unternehmens. Im Rahmen des Sanierungsplans ist vorgesehen, den Produktionsstandort in Österreich zu schließen und die Fertigung nach Ungarn zu verlagern. Dieser Schritt soll in enger Abstimmung mit einem noch zu bestellenden Insolvenzverwalter umgesetzt werden.
Den Gläubigern wird im Zuge des Sanierungsverfahrens eine Quote von 30 Prozent angeboten. Am Kerngeschäft – der Produktion und dem Handel mit hochwertigen Holz- und Parkettböden – hält das Unternehmen dabei weiterhin fest.