Die Nase läuft, der Hals kratzt – und plötzlich ist sie da. Was jetzt wirklich hilft, überrascht so manchen.
Ist eine Verkühlung erst einmal im Anmarsch, lässt sie sich kaum noch aufhalten. Dennoch gibt es Maßnahmen, die zumindest die Beschwerden spürbar mildern können.
Wenn die ersten Symptome auftreten, sind vor allem zwei Dinge entscheidend: Ruhe und ausreichend Flüssigkeit. Das betont Infektiologin Nina Lutz vom Stadtspital Zürich. Hausmittel wie Ingwer-Shots oder Vitamin C sind zwar weit verbreitet, doch die wissenschaftliche Grundlage für ihre Wirksamkeit ist nach wie vor dünn.
Zink als Option
Etwas anders sieht es bei Zink aus. Laut Dr. Lutz könnte der Mineralstoff die Krankheitsdauer tatsächlich verkürzen – vorausgesetzt, er wird innerhalb der ersten 24 Stunden nach Einsetzen der Symptome eingenommen. Eine 2024 veröffentlichte Cochrane-Übersichtsarbeit, die 34 Studien mit insgesamt 8.526 Teilnehmern auswertete, bewertete die Datenlage allerdings als schwach. Die Auswertung von acht Studien mit 972 Teilnehmern zeigte, dass Zink die Krankheitsdauer bei bereits bestehender Erkältung möglicherweise um etwa zwei Tage verkürzen könnte – die Evidenz wurde jedoch als unsicher eingestuft. Einen Versuch wert sei Zink dennoch – als Wundermittel taugt es jedoch nicht.
Wer unter Kopf- oder Halsschmerzen leidet, kann auf Paracetamol zurückgreifen. Bei verstopfter Nase schaffen Nasenspülungen Erleichterung. Wichtig zu wissen: Nicht jeder Halsschmerz ist harmlos. Treten Atemnot oder wiederholt Fieber auf, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Wer nur leichte Beschwerden hat, kann grundsätzlich arbeiten gehen – bei starker Erschöpfung oder erhöhter Temperatur ist jedoch körperliche Schonung angesagt.