Zwischen April und Juni dieses Jahres haben 3,1 Millionen zuvor arbeitslose Menschen in der Europäischen Union den Weg zurück ins Berufsleben gefunden. Wie die aktuellen Zahlen der EU-Statistikbehörde Eurostat belegen, entspricht dies knapp einem Viertel (23,8 Prozent) aller Personen, die im ersten Jahresviertel noch ohne Beschäftigung waren.
Die Mehrheit der Arbeitssuchenden blieb jedoch weiterhin ohne Job: Rund 6,8 Millionen Menschen – und damit 51,9 Prozent der im ersten Quartal erfassten Arbeitslosen – konnten auch im zweiten Quartal keine Anstellung finden. Gleichzeitig verschwanden etwa 3,2 Millionen Personen (24,3 Prozent) komplett aus den Arbeitslosenstatistiken, weil sie nicht mehr als aktiv arbeitssuchend galten.
Als „nicht mehr aktiv arbeitssuchend“ gelten laut Eurostat-Definition Personen, die aus der Erwerbsbevölkerung ausscheiden – etwa durch Rückzug in Ausbildung, Ruhestand oder aus anderen persönlichen Gründen. Die Daten basieren auf der EU-Labour-Force-Survey gemäß Verordnung (EU) 2019/1700 und sind saisonal bereinigt, um eine internationale Vergleichbarkeit zu gewährleisten.
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Arbeitsmarkt-Bewegungen
Die Daten zeigen auch Bewegungen in die andere Richtung: Von den Menschen, die zu Jahresbeginn nicht zur Erwerbsbevölkerung zählten, traten 4,3 Millionen (3,7 Prozent) im zweiten Quartal in den Arbeitsmarkt ein und fanden direkt eine Beschäftigung. Weitere vier Millionen (3,5 Prozent) begannen aktiv nach Arbeit zu suchen, ohne jedoch sofort erfolgreich zu sein.
Jobverluste
Bemerkenswert ist zudem, dass von allen Beschäftigten des ersten Quartals rund 2,4 Millionen Menschen (1,2 Prozent) ihren Arbeitsplatz verloren und in die Arbeitslosigkeit rutschten. Weitere 4,5 Millionen Erwerbstätige (2,2 Prozent) zogen sich vollständig aus dem Arbeitsmarkt zurück und zählen nun nicht mehr zur aktiven Erwerbsbevölkerung.
Positive Entwicklung setzt sich fort
Die aktuellen Zahlen fügen sich in eine positive Gesamtentwicklung des EU-Arbeitsmarkts ein: Während die Arbeitslosenquote im ersten Quartal 2023 noch bei 7,0 Prozent lag, sank sie im zweiten Quartal auf 6,8 Prozent. Bis Februar 2025 konnte die Quote weiter auf 5,7 Prozent reduziert werden – ein deutliches Zeichen für die anhaltende Erholung des europäischen Arbeitsmarkts.
Der europäische Arbeitsmarkt zeigt Dynamik: Während Millionen Menschen neue Jobs finden, bleiben andere in der Arbeitslosigkeit gefangen oder verschwinden aus den Statistiken.