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Überlebenstipps

Vergessen Sie alles aus Actionfilmen: So überleben Sie wirklich im sinkenden Auto

Vergessen Sie alles aus Actionfilmen: So überleben Sie wirklich im sinkenden Auto
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Wenn das Auto ins Wasser stürzt, entscheiden Sekunden über Leben und Tod. Der richtige Fluchtweg ist überraschend anders als in Actionfilmen gezeigt.

Auto im Wasser

Gerät ein Fahrzeug ins Wasser, zählt jede Sekunde. Obwohl solche Unfälle laut ÖAMTC-Statistiken selten vorkommen, können sie für die Insassen lebensgefährlich werden. Entscheidend ist das richtige Verhalten in den ersten Momenten nach dem Aufprall.

Experten raten, unmittelbar nach dem Eintauchen ins Wasser die Sicherheitsgurte zu lösen und sofort die Flucht durch die Seitenfenster oder das Schiebedach anzutreten. Die Türen lassen sich aufgrund des Wasserdrucks in der Regel nicht mehr öffnen. Der ADAC bestätigt in aktuellen Praxistests, dass moderne Fahrzeuge nach dem Eintauchen ins Wasser durchschnittlich drei bis vier Minuten an der Oberfläche treiben, bevor sie vollständig versinken. Die elektrischen Fensterheber funktionieren meist noch kurze Zeit, selbst wenn bereits Wasser ins Fahrzeug eingedrungen ist – nutzen Sie diesen Zeitvorteil.

⇢ Start und Landung: Deshalb dürfen die Sonnenblenden nicht unten sein

Sollten die elektrischen Systeme bereits versagen, bleibt nur der Versuch, die Scheiben einzuschlagen. Bei Einscheiben-Sicherheitsglas gestaltet sich dies allerdings äußerst schwierig. Seitenscheiben aus Verbundsicherheitsglas hingegen lassen sich mit entsprechenden Hilfsmitteln noch zerbrechen. Experten warnen jedoch, dass das Einschlagen von doppelt verglasten Seitenscheiben selbst mit Nothammer oder Federkörner oft unmöglich ist – weshalb die sofortige Nutzung der elektrischen Fensterheber oberste Priorität hat.

Schwimmverhalten verstehen

Nach dem Unfall schwimmt das Fahrzeug in der Regel einige Minuten an der Wasseroberfläche, bevor es zu sinken beginnt. Autos mit Frontmotor gehen zuerst mit der Motorhaube unter, während Fahrzeuge mit Heckmotor über das Heck absinken. Theoretisch könnten die Türen geöffnet werden, sobald das Auto vollständig mit Wasser gefüllt ist – doch der ÖAMTC warnt eindringlich davor, so lange zu warten. Die Gefahr, in Panik zu geraten, ist zu groß.

Die Überlebenschancen sinken rapide, sobald das Fahrzeug unter Wasser ist, da der Wasserdruck das Öffnen der Türen verhindert und die Bordelektronik ausfällt. Was in Actionfilmen oft als dramatische Rettung in letzter Sekunde durch die Autotür inszeniert wird, ist in der Realität kaum praktikabel.

Die HAK Revija unterstreicht daher die Empfehlung: Der Fluchtweg führt über die Fenster oder das Schiebedach – nicht über die Türen.

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KO KOSMO-Redaktion
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