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Ebolakrise

Über 4.000 Ebola Tote im Kongo: Jetzt erster Fall im Nachbarland

Über 4.000 Ebola Tote im Kongo: Jetzt erster Fall im Nachbarland
Foto: Mit KI erstellt
3 Min. Lesezeit |

Mehr als 4.000 Tote in der Demokratischen Republik Kongo, nun ein tödlicher Fall in Kenia: Der Ebola-Ausbruch hat ein weiteres Land erreicht.

Kenia hat am 6. Oktober 2026 einen ersten eingeschleppten Ebola-Fall bestätigt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Gesundheitsminister Aden Duale berichtet, handelt es sich um einen kenianischen Staatsbürger, der aus der Demokratischen Republik Kongo über Uganda nach Nairobi gereist war. Der Mann starb am Abend des 5. Oktober im Krankenhaus.

Kontaktpersonen werden gesucht

Der Patient war am 3. Oktober aus Kampala nach Nairobi geflogen. Nach seiner Ankunft wurde er im Nairobi Hospital behandelt und isoliert. Untersuchungen bestätigten eine Ebola-Infektion.

Nach Angaben des kenianischen Gesundheitsministeriums wurden zunächst 28 Kontaktpersonen identifiziert. Zusätzlich werden 23 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder des Fluges ermittelt. Für gefährdete Kontaktpersonen bereiten die Behörden Quarantänemaßnahmen vor.

Mehr als 8.000 Fälle im Kongo

In der Demokratischen Republik Kongo dauert unterdessen der größte bisher dokumentierte Ebola-Ausbruch des Landes an. Seit der offiziellen Erklärung des Ausbruchs am 15. Mai 2026 wurden nach Angaben der europäischen Gesundheitsbehörde ECDC 8.442 bestätigte Erkrankungen und 4.080 Todesfälle registriert. Die Zahlen stammen aus der am 5. Oktober aktualisierten Übersicht und beziehen sich auf den Datenstand vom 2. Oktober.

Auslöser ist das Bundibugyo-Virus, einer der Erreger der Ebola-Krankheit. Besonders betroffen ist die Provinz Ituri im Osten des Landes. Die Weltgesundheitsorganisation berichtet von anhaltenden Übertragungen und einer weiteren geografischen Ausbreitung. Verzögerungen bei der Erkennung von Erkrankungen und beim Zugang zu medizinischer Versorgung erschweren die Bekämpfung.

Ausbruch in Uganda beendet

Auch Uganda war von dem Ausbruch betroffen. Dort wurden 20 bestätigte Erkrankungen und zwei Todesfälle unter den bestätigten Fällen registriert. Am 27. August 2026 begrüßten die WHO und die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC das Ende des Ausbruchs: Seit der Entlassung des letzten Patienten am 16. Juli waren 42 Tage ohne einen neuen bestätigten Fall vergangen.

Die WHO betonte zugleich, dass Nachbarländer wegen des grenzüberschreitenden Reiseverkehrs und der engen wirtschaftlichen und sozialen Verbindungen weiterhin mit eingeschleppten Infektionen rechnen müssen.

So wird Ebola übertragen

Ebola kann übertragen werden, wenn infektiöses Blut oder andere Körperflüssigkeiten über verletzte Haut oder Schleimhäute in den Körper gelangen. Eine Ansteckung ist auch durch Kontakt mit entsprechend verunreinigten Gegenständen und Oberflächen sowie mit infizierten Verstorbenen oder Tieren möglich.

Zu den Beschwerden zählen Fieber, ausgeprägte Schwäche, Erbrechen und Durchfall. Im weiteren Krankheitsverlauf können bei einem Teil der Betroffenen innere und äußere Blutungen auftreten. Eine frühzeitige intensive medizinische Versorgung kann die Überlebenschancen verbessern.

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KO KOSMO-Redaktion
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