In Norditalien verzeichnen die Regionen Venetien und Emilia-Romagna derzeit eine steigende Zahl von Infektionen mit dem Chikungunya-Virus (tropische Mückenkrankheit). Die Übertragung erfolgt durch die Tigermücke, die mittlerweile auch in österreichischen Gebieten wie Graz-Stadt heimisch geworden ist. Seit dem 6. Jänner 2025 wurden bereits 46 Infektionsfälle bestätigt, wobei keiner der Betroffenen zuvor im Ausland war.
Die tropische Infektionskrankheit breitet sich aktuell in Teilen Norditaliens aus, wobei besonders Verona als Brennpunkt gilt. Obwohl das Virus nicht direkt von Mensch zu Mensch übertragen wird, haben die Behörden in Verona bereits Veranstaltungen abgesagt und raten von größeren Menschenansammlungen ab. Im September wurden mehrere Großveranstaltungen, darunter das Volksfest Sagra del Ceo, per behördlicher Verordnung abgesagt. Die genauen Ursachen für den aktuellen Ausbruch werden noch untersucht.
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Ausbreitung in Europa
Auch in Südfrankreich kämpft man mit dem Virus – in Antibes nahe Nizza wurden bislang 71 Erkrankungen dokumentiert.
Laut Informationen der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) handelt es sich beim Chikungunya-Virus um eine tropische Infektionskrankheit, die durch bestimmte Stechmückenarten übertragen wird. Der Name „Chikungunya“ bedeutet übersetzt „der gekrümmt Gehende“, was laut AGES ein charakteristisches Merkmal der Erkrankung darstellt.
Typische Symptome
Zu den typischen Symptomen zählen plötzlich auftretendes Fieber, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Hautausschläge.
Prävention und Impfschutz
Die Gesundheitsbehörden rufen die Bevölkerung zu verstärkten Präventionsmaßnahmen gegen Mückenstiche auf. Dazu gehört das Vermeiden von stehendem Wasser sowie das Tragen langer Kleidung. Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine Chikungunya-Impfung ab 12 Jahren für bestimmte Risikogruppen, insbesondere für Personen ab 60 Jahren oder mit schweren Vorerkrankungen, da das Risiko für schwere Verläufe erhöht ist. Eine Impfung wird auch bei längeren Aufenthalten oder wiederholten Reisen in betroffene Gebiete angeraten.