Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einem Gespräch mit dem US-Nachrichtenportal Axios seine Absicht bekundet, nach Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges von seinem Amt zurückzutreten. Er stellte klar, dass er keine Ambitionen hege, die Ukraine in Friedenszeiten zu führen.
Diese Rückzugsankündigung steht im Einklang mit früheren Aussagen des Präsidenten. Bereits im Februar 2025 hatte Selenskyj erklärt, er sei bereit, sein Amt niederzulegen, falls dies Frieden und einen NATO-Beitritt für die Ukraine ermögliche. Dabei betonte er, nicht jahrzehntelang regieren zu wollen und seine Priorität auf Sicherheitsgarantien für das Land zu legen.
Im selben Interview richtete Selenskyj eine unmissverständliche Warnung an die russische Führung. „Sie müssen wissen, wo die Schutzbunker sind. Wenn Sie den Krieg nicht beenden, werden Sie die Bunker brauchen“, erklärte der ukrainische Staatschef in Richtung Moskau.
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Treffen mit Trump
Selenskyj berichtete zudem von einem Treffen mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump am Rande der UN-Generalversammlung in New York. Das Gespräch fand Ende September 2025 statt und wurde von beiden Seiten offiziell bestätigt. In diesem Gespräch habe er Trump die Notwendigkeit eines bestimmten Waffensystems für die Ukraine dargelegt.
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„Wenn wir das haben, heißt es nicht zwingend, dass wir es einsetzen werden. Aber wenn wir es haben, erhöht das den Druck auf Putin, sich hinzusetzen und mit uns zu verhandeln“, führte Selenskyj aus. Welches Waffensystem konkret gemeint war, ließ der ukrainische Präsident offen.
Trump habe ihm jedoch zugesichert, an der Angelegenheit zu arbeiten. Das Treffen war Teil von Selenskyjs intensiven diplomatischen Bemühungen während der 80. UN-Generalversammlung, weitere militärische Unterstützung für die Ukraine zu sichern.