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Kurswechsel

Trumps Ukraine-Bombe lässt Kreml toben – Putin-Sprecher schlägt zurück

Trumps Ukraine-Bombe lässt Kreml toben – Putin-Sprecher schlägt zurück
FOTO: EPA-EFE/MAXIM SHIPENKOV/EPA-EFE/ERIK S. LESSER
3 Min. Lesezeit |

Trumps Worte treffen Moskau ins Mark: Nach seinem Treffen mit Selenskyj provoziert der US-Präsident mit einer überraschenden Ukraine-Prognose den Kreml.

Russische Empörung

Nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am 23. September 2025 in New York am Rande der UN-Generalversammlung erklärte der amerikanische Präsident Donald Trump, die Ukraine könnte mit EU-Unterstützung ihr gesamtes besetztes Territorium zurückerobern. Diese Äußerungen provozierten umgehend scharfe Kritik russischer Regierungsvertreter und Staatsmedien.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow wies Trumps Charakterisierung Russlands als „Papiertiger“ entschieden zurück. „Russland wird häufiger mit einem Bären in Verbindung gebracht. Es gibt so etwas wie einen ‚Papierbären‘ nicht, und Russland ist ein echter Bär“, konterte Peskow. Zugleich deutete er an, Trumps plötzlicher Kurswechsel sei durch „geschäftliche Interessen“ nach dem Gespräch mit Selenskyj motiviert.

Noch schärfer äußerte sich der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew, der für seine provokanten Statements bekannt ist. Trump sei „in einer alternativen Realität gelandet“, in der „Kiew gewinnt und Russland in Stücke gerissen wird“. Medwedew spekulierte, Trump werde aus dieser „parallelen Realität zurückkehren“ und die Ukraine möglicherweise sogar „zur Kapitulation auffordern“.

⇢ Trumps Ukraine-Wende: „Kiew könnte mehr als nur altes Territorium zurückerobern

Kreml-Reaktionen

Auch im russischen Parlament fanden Trumps Aussagen wenig Anklang. Der Abgeordnete Oleg Matwejchew bezeichnete den US-Präsidenten abfällig als „Generator zufälliger Phrasen“ und meinte: „Trump sagt genau das, was ihm die letzte Person in seinem Büro gesagt hat.“ Leonid Sluzki, Vorsitzender des Ausschusses für internationale Angelegenheiten, warnte vor einem „äußerst gefährlichen Irrtum“ in Trumps Einschätzung der Lage.

Im staatlichen Fernsehen ging der bekannte Propagandist Wladimir Solowjow noch weiter und behauptete unter Verwendung homophober Beleidigungen gegen europäische Amtsträger, die Ukraine und ihre Verbündeten hätten den amerikanischen Präsidenten getäuscht.

Die ungewöhnlich heftigen Reaktionen aus Moskau zeigen, wie empfindlich der Kreml auf Trumps Äußerungen reagiert – besonders nachdem Russland selbst Fortschritte im Friedensprozess blockiert hat, indem es einen Waffenstillstand und substantielle Verhandlungen ablehnte.

Bemerkenswert ist die Intensität der russischen Reaktion auf Trumps neue Position. Der Kreml äußerte die Erwartung, dass sich die US-Position bald wieder ändern könnte, was die Unsicherheit Moskaus über Trumps künftige Ukraine-Politik verdeutlicht.

Politische Wende

Trumps aktuelle Position markiert eine bemerkenswerte Wende, hatte er doch erst vor einem Monat den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Alaska empfangen und versprochen, ein Friedensabkommen auf Basis der bestehenden Frontlinien zu vermitteln. Seine Bemühungen, ein direktes Treffen zwischen Selenskyj und Putin zu organisieren, scheiterten jedoch, als Putin darauf bestand, Selenskyj müsse nach Moskau kommen – ein Vorschlag, den Kiew als „unmöglich“ zurückwies, solange russische Raketenangriffe andauern.

Die überraschende Kehrtwende in New York wurde in Kiew als positive Entwicklung gewertet. Trump bekräftigte, die Ukraine könne „die gesamte Ukraine in ihrer ursprünglichen Form zurückgewinnen“ – eine deutliche Abkehr von seiner früheren Position, die territoriale Zugeständnisse an Russland vorsah.

Selenskyj bekräftigte zwar seine Bereitschaft für ein Treffen auf neutralem Boden, was Moskau jedoch konsequent ablehnt.

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KO KOSMO-Redaktion
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