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Sparkurs

Diese Fluglinie streicht 4000 Jobs!

Diese Fluglinie streicht 4000 Jobs!
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Die Lufthansa Group wird bis 2030 mehr als 4000 Stellen streichen. Der Konzern bestätigte entsprechende Insiderberichte und erklärte, dass hauptsächlich Verwaltungspositionen betroffen sein werden, die durch digitale Prozesse und Automatisierung ersetzt werden sollen.

Von den Kürzungen wird ein signifikanter Teil der aktuell rund 103.000 Beschäftigten in Deutschland betroffen sein, während die Konsequenzen für den österreichischen Standort noch nicht konkretisiert wurden.

Die Bekanntgabe des Personalabbaus droht die bereits bestehenden Konflikte zwischen Unternehmensführung und Mitarbeitern zu intensivieren. Die Vereinigung Cockpit (Pilotengewerkschaft) schließt ihre Urabstimmung über potenzielle Streikmaßnahmen bereits am Dienstag ab. Ein möglicher Arbeitsausstand würde sowohl den laufenden Betrieb als auch die strategische Neuorientierung des Unternehmens erheblich belasten.

Austrian Airlines unter Druck

Die österreichische Gewerkschaft vida warnt vor erheblichen Risiken für Austrian Airlines als Teil der Lufthansa Group. Der verstärkte Einsatz von Wet-Lease-Modellen führe dazu, dass zunehmend ausländische Crews statt österreichischem Personal eingesetzt werden und heimische Arbeitsplätze gefährdet sind. Die Gewerkschaft fordert gezielte Investitionen und klare Zusagen für den Standort Wien, um eine schleichende Verdrängung österreichischer Beschäftigter zu verhindern.

Wirtschaftliche Ziele

Der Luftfahrtkonzern hat sich für den Zeitraum 2028 bis 2030 ehrgeizige wirtschaftliche Zielmarken gesetzt: jährlich über 2,5 Milliarden Euro freier Cashflow, eine Rendite auf das eingesetzte Kapital zwischen 15 und 20 Prozent sowie eine Betriebsmarge von acht bis zehn Prozent. Konzernchef Carsten Spohr will durch Effizienzgewinne und Kosteneinsparungen die Ertragskraft nachhaltig verbessern.

In der Vergangenheit hatten Arbeitskämpfe, steigende Kosten und verfehlte Margenziele die Airline ausgebremst.

Flottenerneuerung

Parallel zu den Sparmaßnahmen treibt der Konzern die Erneuerung seiner Flotte voran. Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen mehr als 230 neue Flugzeuge in Dienst gestellt werden, darunter etwa 100 Langstreckenjets.

Der Umstieg auf verbrauchsärmere Flugzeugtypen verläuft allerdings langsamer als ursprünglich geplant – Lieferverzögerungen und Zulassungsprobleme, beispielsweise bei den neuen Business-Class-Sitzen für die Boeing 787-9, verzögern den Modernisierungsprozess.

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KO KOSMO-Redaktion
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