Acht Stunden Vollsperre am Arlberg: Mitten zum Ferienstart wird der wichtige Straßentunnel zur Übungszone für einen simulierten Ernstfall mit 400 Einsatzkräften.
Am Samstagnachmittag wird der Arlberg-Straßentunnel auf der S16 zwischen Vorarlberg und Tirol aufgrund einer umfangreichen Einsatzübung für den Verkehr nicht passierbar sein. Die Vollsperre gilt von 15.00 bis 23.00 Uhr, wobei Fahrzeuge in dieser Zeit über den Arlbergpass ausweichen müssen. Dies gaben die Asfinag und die ÖBB in einer gemeinsamen Mitteilung bekannt. Obwohl die Herbstferien beginnen, erwartet Asfinag-Sprecher Alexander Holzedl keine nennenswerten Verkehrsbehinderungen.
Übungstermin vor Winter
Auf Nachfrage zur Terminwahl angesichts des Ferienbeginns erläuterte Holzedl, dass die Übung zwingend vor Wintereinbruch stattfinden müsse. Die Verkehrsdaten der Asfinag zeigten zudem, dass ab 15.00 Uhr mit deutlich reduziertem Verkehrsaufkommen zu rechnen sei, weshalb keine größeren Probleme erwartet werden.
Simulierter Notfall
Die Übung simuliert einen Verkehrsunfall im Straßentunnel. Dabei wird auch der Arlberg-Bahntunnel in das Szenario einbezogen, da das Rettungskonzept vorsieht, dass im Ernstfall eine Evakuierung über den jeweils intakten Tunnel erfolgen kann. Weitere Details zum Übungsablauf werden bewusst zurückgehalten, um für die mehr als 400 beteiligten Personen – darunter Einsatzkräfte und Behördenvertreter beider Bundesländer sowie Personal von Asfinag und ÖBB – realistische Bedingungen zu schaffen.
Der Bahntunnel ist derzeit ohnehin noch bis zum 2. November wegen Sanierungsarbeiten gesperrt.