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Digitalisierung

AMS-Revolution: Digitale Wende zwingt 629.000 Nutzer zum Umstieg

AMS-Revolution: Digitale Wende zwingt 629.000 Nutzer zum Umstieg
FOTO: AMS, iStock
4 Min. Lesezeit |

Das AMS läutet die digitale Zeitenwende ein: Ab November 2025 ersetzt die neue Plattform „MeinAMS“ das bisherige eAMS-Konto mit mehr Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit.

Das Arbeitsmarktservice modernisiert seinen digitalen Auftritt mit einer neuen Online-Plattform. „MeinAMS“ wird ab November 2025 das bisherige eAMS-Konto ersetzen und soll den Nutzern einen zeitgemäßeren Zugang zu den digitalen Dienstleistungen bieten. Die aktuelle Plattform verzeichnete im Jahr 2024 über 629.000 Nutzer und mehr als 35,5 Millionen Zugriffe. Ab 27. Oktober werden alle Personen mit einem eAMS-Konto über die bevorstehende Umstellung informiert.

Die Neugestaltung zielt auf ein System ab, das durch verbesserte Benutzerfreundlichkeit und erhöhte Sicherheitsstandards überzeugt. „Mit MeinAMS machen wir einen großen Schritt nach vorne. Die Plattform ist einfacher zu bedienen, bietet mehr Sicherheit und ist auch mobil optimal nutzbar“, erläutert Johannes Kopf, Vorstandsvorsitzender des AMS.

Die neue Plattform fungiert künftig als zentrale Anlaufstelle für sämtliche digitalen AMS-Dienste. Nutzer können dort Arbeitslosenmeldungen vornehmen, Leistungen und Förderungen beantragen, ihre Termine verwalten oder Bewerbungsaktivitäten dokumentieren. Die Benutzeroberfläche wurde für verschiedene Endgeräte optimiert. „Diese Umstellung ist für das AMS ein erheblicher Eingriff in die bestehenden Systeme. Denn es muss sichergestellt sein, dass alle Services unseren Kund_innen auch während der Umstellung uneingeschränkt zur Verfügung stehen“, betont Kopf die technischen Herausforderungen des Projekts.

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Umstellungsprozess 2025

Der Umstellungsprozess beginnt am 17. November 2025 mit einer dreiwöchigen Übergangsphase. In diesem Zeitraum können Nutzer noch auf das bisherige eAMS-Konto zugreifen, werden jedoch bereits zum Wechsel auf die neue Plattform eingeladen. Ab 8. Dezember 2025 steht dann ausschließlich MeinAMS zur Verfügung. Bestehende Nutzer müssen sich nicht neu registrieren und finden ihre Daten vollständig auf der neuen Plattform wieder.

„Mit der Einführung von MeinAMS setzt das AMS ein klares Zeichen für eine moderne und serviceorientierte Verwaltung. Die Plattform erleichert den Zugang zu Arbeitsmarktservices und ermöglicht mehr digitale Selbstbedienung. MeinAMS bietet unseren Kund_innen den Komfort, den sie aus der Welt des Internets gewohnt sind“, fasst Johannes Kopf die Neuerungen zusammen.

Bei der Entwicklung der Plattform wurde besonderer Wert auf eine intuitive Bedienung gelegt. MeinAMS funktioniert auf allen gängigen Endgeräten vom Smartphone bis zum PC. Nachdem das AMS bereits für seine „alle Jobs App“ mit dem „Web Accessibility Certificate Austria (WACA) in Silber“ (österreichisches Barrierefreiheits-Zertifikat) für Barrierefreiheit ausgezeichnet wurde, stand dieser Aspekt auch bei MeinAMS im Fokus – insbesondere da das bisherige eAMS-Konto noch nicht barrierefrei gestaltet war. Die vollständige Barrierefreiheit soll in einem weiteren Entwicklungsschritt nach der erfolgreichen Einführung realisiert werden.

Nach dem Start für Privatpersonen ist geplant, MeinAMS in einer weiteren Phase auch für Unternehmen und Partnerorganisationen zugänglich zu machen. Zur Information der Nutzer startet das AMS eine umfassende Kommunikationskampagne. Bestehende eAMS-Konto-Nutzer werden direkt über ihr Konto benachrichtigt, während die breite Öffentlichkeit durch Werbemaßnahmen informiert wird.

Registrierungsoptionen

Für Personen mit einem bestehenden eAMS-Konto gestaltet sich der Umstieg unkompliziert – sie können ihre bisherigen Zugangsdaten weiterverwenden. Neukunden haben zwei Registrierungsmöglichkeiten: Die empfohlene Variante ist die Anmeldung über die ID Austria, die nur wenige Minuten dauert und keine Vollversion erfordert. Die Kombination aus ID Austria und Zwei-Faktor-Authentifizierung gewährleistet einen verbesserten Datenschutz. Alternativ ist eine Registrierung mit E-Mail-Adresse und selbständig gewähltem Passwort möglich, wobei dieser Prozess durch den postalischen Versand eines RSA-Briefs (Einschreibebrief) zur Identitätsbestätigung mehrere Tage in Anspruch nehmen kann. Die bisherigen Anmeldemethoden über FinanzOnline oder die Kombination aus Benutzername und Passwort werden nicht mehr unterstützt.

Die technische Umsetzung des MeinAMS-Projekts erfolgt durch das Bundesrechenzentrum.

Das Entwicklerteam setzte auf agile Methoden und legte besonderen Wert auf Skalierbarkeit sowie die nahtlose Integration in die vorhandene IT-Infrastruktur.

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KO KOSMO-Redaktion
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