Dramatischer Gewinneinbruch bei Mercedes-Benz: Der Stuttgarter Autobauer verzeichnet nach neun Monaten ein Minus von über 50 Prozent und reagiert mit Milliarden-Sparprogramm.
Der Gewinn der Mercedes-Benz Group ist in den ersten neun Monaten 2025 drastisch eingebrochen. Der Automobilkonzern verzeichnete einen Rückgang von mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, was auf Absatzschwierigkeiten und Kostensteigerungen zurückzuführen ist. Konkret sank der Gewinn um 50,3 Prozent auf 3,87 Milliarden Euro, nachdem im entsprechenden Zeitraum 2024 noch 7,8 Milliarden Euro erwirtschaftet wurden. Auch das dritte Quartal verlief für den Stuttgarter Autobauer enttäuschend – der Gewinn schrumpfte um fast 31 Prozent, während der Umsatz um 6,9 Prozent auf 32,14 Milliarden Euro zurückging.
Ursachen der Krise
Als Gründe für die negative Entwicklung führt Mercedes-Benz mehrere Faktoren an: Zollbelastungen, rückläufige Verkaufszahlen und höhere Ausgaben für Effizienzsteigerungen. Ein beträchtlicher Teil des Gewinnrückgangs im dritten Quartal – etwa 876 Millionen Euro – ist auf Personalreduktionen in Deutschland und Sparmaßnahmen im internationalen Geschäft zurückzuführen. Der Konzern machte jedoch keine Angaben zur exakten Anzahl der betroffenen Mitarbeiter.
Zusätzlich belastet die schwächelnde Nachfrage in China sowie die wirtschaftliche Flaute in den USA das Geschäft. Von Juli bis September 2025 setzte Mercedes weltweit 525.300 Fahrzeuge ab – ein Minus von rund 12 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Nach drei Quartalen steht der Autobauer mit einem Absatzrückgang von 9 Prozent und insgesamt etwa 1,6 Millionen verkauften Fahrzeugen da.
Sparprogramm geplant
Konzernchef Ola Kallenius betont trotz der schwachen Zahlen, dass sich die Geschäftsentwicklung „im Einklang mit der Prognose für das Gesamtjahr“ bewege. Der Autobauer rechnet weiterhin mit Rückgängen bei Absatz, Umsatz und Vorsteuergewinn (Gewinn vor Steuern).
Um die Ertragskraft zu verbessern, hat Mercedes ein umfassendes Sparprogramm mit einem Volumen von rund fünf Milliarden Euro aufgesetzt. Bis 2027 sollen sowohl die Produktions- als auch die Fixkosten um jeweils zehn Prozent gesenkt werden.
Zudem plant der Konzern, die Materialkosten zu reduzieren.