Während Österreicher weiterhin auf Bargeld setzen, sichert Finanzminister Marterbauer dessen Zukunft zu – trotz des digitalen Wandels und der Pläne für einen digitalen Euro.
Bargeld genießt in Österreich nach wie vor höchste Beliebtheit als Zahlungsmittel. Mehr als 70 Prozent der Bevölkerung geben in Erhebungen an, regelmäßig Barzahlungen zu tätigen – nicht zuletzt aus Datenschutzgründen. Dennoch ist der Trend zu bargeldlosen Transaktionen unverkennbar, etwa durch die zunehmende Verbreitung von Selbstbedienungskassen und Online-Einkäufen.
Anlässlich des 100. Weltspartages am 31. Oktober bekräftigt SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer gegenüber „Heute“ sein Bekenntnis zur Zukunft des Bargelds: „Das Bargeld spielt als Zahlungsmittel eine wichtige Rolle in Österreich und wird diese auch in Zukunft behalten.“ Er versichert, dass der Schutz von Scheinen und Münzen sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene gewährleistet sei. Österreich stehe ausdrücklich zu einem vielfältigen Zahlungsverkehr mit Bargeld als zentralem Element.
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Bargeldversorgung ausgebaut
Eine derzeit in Verhandlung befindliche EU-Verordnung soll die Position des Bargelds weiter festigen, indem sie eine Annahmepflicht sowie das Recht auf Barzahlung verankert. Marterbauer weist zudem auf Verbesserungen bei der Bargeldversorgung hin: „Die Versorgung mit Bankomaten wird derzeit sogar ausgebaut.“ In einer gemeinsamen Initiative von Österreichischer Nationalbank, Gemeinde- und Städtebund werden 120 neue Geldautomaten in bislang unterversorgten Gemeinden installiert.
Digitaler Euro kommt
Parallel dazu schreiten die Vorbereitungen für den digitalen Euro voran, dessen Einführung in einigen Jahren geplant ist. „Natürlich unter der Bedingung, dass das Bargeld als Zahlungsmittel erhalten bleibt, die Wahlfreiheit garantiert ist, die Privatsphäre strikt gewahrt wird und die Bereitstellung kostenlos erfolgt“, erläutert Marterbauer.
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Der digitale Euro soll einen sicheren, staatlich garantierten Zahlungsweg im digitalen Raum schaffen – unabhängig von Privatbanken oder Technologiekonzernen.