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EZB will den digitalen Euro bis 2029 einführen!

EZB will den digitalen Euro bis 2029 einführen!
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Die EZB macht Ernst: Bis 2029 soll der digitale Euro als Alternative zu PayPal und Co. Realität werden – ein Milliardenprojekt mit ambitioniertem Zeitplan.

Der Rat der Europäischen Zentralbank hat während seiner Tagung in Florenz beschlossen, die Entwicklung des digitalen Euro weiter voranzutreiben. Das elektronische Zahlungsmittel soll bis 2029 eingeführt werden, wobei ein entsprechender rechtlicher Rahmen bereits 2026 fertiggestellt sein muss. Die Kosten für das Projekt werden mit rund 1,3 Milliarden Euro bis zur Einführung veranschlagt, danach rechnet die EZB mit jährlichen Ausgaben von etwa 320 Millionen Euro. Mit dieser Initiative strebt die Zentralbank an, eine europäische Alternative zu den marktbeherrschenden amerikanischen Zahlungsdienstleistern wie PayPal, Mastercard und Visa zu etablieren.

Die Planungen sehen vor, dass Mitte 2027 eine Testphase für das neue Zahlungssystem beginnen könnte. Nach Angaben der EZB wird der digitale Euro allen Bürgern kostenfrei zur Verfügung stehen und im gesamten Euroraum – vergleichbar mit Bargeld – als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Verbraucher sollen über eine digitale Geldbörse, ein sogenanntes Wallet, auf das elektronische Geld zugreifen können. Diese Technologie ermöglicht es den Nutzern, rund um die Uhr Zahlungen innerhalb von Sekunden per Smartphone oder Smartwatch abzuwickeln.

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Bargeld bleibt

Sowohl die EZB als auch die EU-Kommission bemühen sich, Bedenken hinsichtlich einer möglichen Abschaffung des Bargelds zu zerstreuen. Sie unterstreichen, dass der digitale Euro zwar als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt wird, Banknoten und Münzen jedoch weiterhin parallel existieren werden. Neue Regelungen auf EU-Ebene sollen gewährleisten, dass Bargeld auch künftig akzeptiert wird und für die Bevölkerung leicht zugänglich bleibt.

Kritische Stimmen

Kritiker bemängeln den erheblichen Aufwand für das Projekt und verweisen auf bestehende europäische Zahlungsdienste wie Wero (europäischer Zahlungsdienst), die man stattdessen ausbauen könnte.

Allerdings ist Wero derzeit nur in Deutschland, Frankreich und Belgien verfügbar und noch nicht flächendeckend in Europa etabliert.

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KO KOSMO-Redaktion
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