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Artenschutz

Österreichs Raubkatze vor dem Aussterben

Österreichs Raubkatze vor dem Aussterben
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Mit nur 30 bis 35 verbliebenen Exemplaren kämpft der Luchs in Österreich ums Überleben. Die isolierten Populationen stehen vor massiven Herausforderungen.

Die Luchspopulation in Österreich steht am Rande des regionalen Aussterbens. Mit nur 30 bis 35 verbliebenen Exemplaren zählt die Raubkatze zu den am stärksten gefährdeten Wildtieren des Landes. Der WWF Österreich warnt vor den dramatischen Folgen dieser Entwicklung.

„Sie kommen in drei weit voneinander entfernten Regionen vor und können aufgrund der Isolation ihrer Lebensräume keine stabile Population aufbauen“, erläuterte WWF-Biologin Magdalena Erich am Freitag. Im Norden Österreichs existiert mit etwa 20 bis 25 Tieren der größte Bestand, der Teil der grenzüberschreitenden Böhmisch-Bayerisch-Österreichischen Population ist. Besonders kritisch stellt sich die Situation in den Nördlichen Kalkalpen dar, wo lediglich fünf bis sieben Luchse nachgewiesen wurden.

In Vorarlberg siedeln sich zudem vereinzelt Tiere an, die aus der Ostschweizer Population stammen. „Ohne Vernetzung der Lebensräume und ohne gezielte Maßnahmen zur Bestandsstützung können diese isolierten Gruppen keine gesunde, genetisch vielfältige Population entwickeln“, betonte Erich.

Bedrohte Lebensräume

Seit den 1970er-Jahren wurden die streng geschützten Katzen zwar punktuell wieder angesiedelt, doch ihre Zahl blieb konstant niedrig. Die fortschreitende Zerstörung natürlicher Habitate, der Straßenbau und andere infrastrukturelle Eingriffe verhindern die Wanderung zwischen den einzelnen Populationen, was zu Inzucht und genetischer Verarmung führt.

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Ein zusätzliches Problem stellt die illegale Verfolgung dar: „Luchse verschwinden immer wieder spurlos oder werden illegal abgeschossen. Bei einer so geringen Anzahl wirkt sich jeder einzelne Verlust negativ auf den Erhalt der ganzen Art aus“, sagte Erich.

Schutzmaßnahmen gefordert

Der Umweltschutzverband appelliert nun an alle Interessensgruppen, ein umfassendes Schutzkonzept zu initiieren, um die verbleibenden Luchse zu schützen und ihre Population zu stärken. „Es braucht entschlossenes Vorgehen gegen Wildtierkriminalität sowie eine bessere Vernetzung der Lebensräume, um Wanderkorridore zu erhalten, die den Austausch zwischen den Individuen ermöglichen.

Außerdem müssen weitere Luchse ausgewildert werden, um den wild lebenden Bestand zu stützen“, forderte Erich.

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KO KOSMO-Redaktion
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