Alle zehn Minuten stirbt weltweit eine Frau durch die Hand ihrer Nächsten. Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen rückt diese erschütternde Realität ins Licht.
Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November markiert seit mehr als drei Jahrzehnten einen weltweiten Aktionstag. Mit orangefarbenen Illuminationen markanter Gebäude, Straßenprotesten und verschiedenen Aktionen wird die weitverbreitete Gewalt gegen weibliche Personen thematisiert. In Österreich beginnt zeitgleich die Initiative „16 Tage gegen Gewalt“, die auf die erschreckend hohe Anzahl von Frauen hinweist, die physische oder sexuelle Übergriffe im Lebensverlauf erfahren.
Weltweite Opferzahlen
Die Vereinten Nationen dokumentierten im vergangenen Jahr rund 83.000 gezielte Tötungen von Frauen weltweit, wobei die Täter überwiegend aus dem engsten Umfeld der Opfer stammten – Familienangehörige oder Lebensgefährten. Die geografische Verteilung zeigt ein deutliches Gefälle: Während afrikanische Staaten die höchste Rate aufweisen, folgen der amerikanische Kontinent mit seinen nördlichen und südlichen Regionen. In Europa und Asien liegen die Zahlen zwar niedriger, bleiben jedoch gemessen an der Bevölkerungsgröße weiterhin besorgniserregend.
Erschreckende Statistik
Nach Einschätzung der UN fällt durchschnittlich alle zehn Minuten eine Frau oder ein Mädchen tödlicher Gewalt durch Angehörige oder Partner zum Opfer. Im Kontrast dazu werden männliche Mordopfer nur in elf Prozent der Fälle durch Personen aus dem familiären Kreis getötet – ein frappierender Unterschied in der Täter-Opfer-Konstellation.
⇢ K.o.-Tropfen und Missbrauch: Wenn Gewalt im Internet organisiert wird
Die UN-Analyse unterstreicht die akute Handlungsnotwendigkeit und fordert verstärkte internationale Kooperation sowie Bewusstseinsbildung zur Eindämmung der Gewalt gegen Frauen.