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Gesundheitsrisiko

Abnehm-Spritze Ozempic doch kein Wundermittel? Tausende Nutzer klagen jetzt

Abnehm-Spritze Ozempic doch kein Wundermittel? Tausende Nutzer klagen jetzt
Foto: epa/ALLISON DINNER
2 Min. Lesezeit |

In den Vereinigten Staaten formiert sich eine neue rechtliche Front gegen den Hersteller von Ozempic und verwandten Präparaten. Diesmal geht es um den Vorwurf schwerwiegender Sehschäden. Gerichtsunterlagen belegen aktuell rund 30 Klagen auf Bundesebene sowie mehr als 40 Verfahren in einzelnen US-Bundesstaaten.

Der zentrale Vorwurf: Die Medikamente könnten durch Blockaden der Blutversorgung zum Sehnerv partiellen oder kompletten Sehverlust verursachen. Diese juristischen Auseinandersetzungen erweitern das Spektrum der Vorwürfe über die bereits bekannten Magenbeschwerden hinaus.

Die Dimension der Verfahren unterscheidet sich deutlich: Während die Sammelklage zu Magenlähmungen fast 3000 Einzelfälle umfasst, ist die Zahl der Sehverlust-Klagen erheblich geringer. Bemerkenswert ist jedoch, dass beide Verfahrenskomplexe unter der Aufsicht derselben Richterin stehen. Die betroffenen Pharmakonzerne weisen laut n-tv sämtliche Anschuldigungen zurück. In ihrer Verteidigung betonen sie, dass die Risiken bereits dokumentiert seien und Änderungen an der Medikamentenformulierung ohne Freigabe der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA nicht durchführbar wären.

Dänischer Präzedenzfall

Ein ähnlicher Fall wurde bereits in Dänemark entschieden: Im November erhielten dort vier Patienten Entschädigungszahlungen, nachdem sie nach der Einnahme von Wegovy oder Ozempic gravierende Augenerkrankungen entwickelt hatten. Die dänische Patientenentschädigungsbehörde sprach den Betroffenen insgesamt 800.000 dänische Kronen zu, was etwa 107.000 Euro entspricht.

Die aktuellen Klagen wegen Sehverlust werden unabhängig von der bereits etablierten großen Sammelklage verhandelt, die sich mit Magenproblemen befasst.

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KO KOSMO-Redaktion
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