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Trauer

Ein Jahr ohne Grand-Boss – Nicht sie tröstete ihn, er tröstete sie

Ein Jahr ohne Grand-Boss – Nicht sie tröstete ihn, er tröstete sie
Foto: zVg.
2 Min. Lesezeit |

Ein Jahr ist vergangen – doch für die Familie von Sasa Popovic fühlt sich jeder Tag an wie der erste ohne ihn.

Vor einem Jahr starb Sasa Popovic, der langjährige Direktor des serbischen Musiksenders Grand, nach einem Krebsleiden in Paris, wo er zuletzt behandelt worden war. Zum ersten Todestag hat seine Familie eine Todesanzeige veröffentlicht – ein stilles Zeugnis einer Trauer, die sich durch die Zeit nicht abgeschwächt hat.

Saša Popović hatte Grand Production am 3. Dezember 1998 gemeinsam mit Lepa Brena gegründet und damit die Grundlage für einen der einflussreichsten Medienunternehmen im Balkan-Raum geschaffen. Bekannt wurde er vor allem durch die Castingshow Zvezde Granda, die 2004 erstmals ausgestrahlt wurde und zu einem Phänomen in der Region wurde.

„Ein Jahr ohne deine Stimme, ohne dein Lachen und deine Kraft. Du fehlst uns in jedem Moment, in jeder Stille, bei jedem Zusammensein. Die Zeit hat den Schmerz nicht gelindert – sie hat nur bestätigt, wie ewig unsere Liebe zu dir ist. Du bist für immer ein Teil von uns.“ Mit diesen Worten erinnern seine Witwe Suzana, Tochter Aleksandra, Sohn Danijel und Schwiegertochter Tijana an den Mann, den sie bis zu seinem letzten Atemzug begleitet haben.

Letzte Stunden

Suzana Popovic hat in den vergangenen Wochen erstmals öffentlich über die letzten Stunden ihres Mannes gesprochen. Sie habe lange nicht die Kraft gefunden, ihm offen zu sagen, dass sein Ende nahe sei. Stattdessen versuchte sie, ihm behutsam zu erklären, dass seine Leberwerte kritisch seien und die Blutwerte insgesamt aus dem Gleichgewicht geraten wären.

Doch Sasa wusste es längst. „Sule, ich weiß, ich weiß alles. Das ist das Ende“, soll er ihr ruhig gesagt haben.

Stärke bis zuletzt

Was folgte, war ein Moment, der Suzana Popovic bis heute nicht loslässt: Nicht sie tröstete ihren sterbenden Mann – er tröstete sie. Er bat sie, stark zu bleiben, für sich selbst und für die Kinder. „In diesem Moment bin auch ich innerlich gestorben“, beschreibt sie jene Stunden.

Die Fassung und innere Stärke, die Sasa Popovic in seinen letzten Momenten zeigte, hat sich tief in das Gedächtnis seiner Familie eingegraben.

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KO KOSMO-Redaktion
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