Samsungs neues Flaggschiff sorgt noch vor dem offiziellen Launch für Unmut – und das ausgerechnet wegen eines Features, das eigentlich schützen soll.
Das Privacy-Display des Galaxy S26 Ultra löst derzeit eine Stornierungswelle aus. Erste Nutzer, die das Gerät bereits in den Händen halten konnten, berichten von einer spürbar schlechteren Bildqualität gegenüber dem Vorgängermodell – allen voran bei der Schärfe. Die Darstellung wirkt auf viele Tester pixelig und visuell anstrengend.
Besonders die Wiedergabe von Texten und Icons steht im Mittelpunkt der Kritik: Ränder erscheinen ausgefranst, das Bild insgesamt körnig. Zahlreiche Nutzer empfinden die Bildschirmnutzung als belastend für die Augen. Auffällig dabei ist, dass die Farbwiedergabe oder die eingeschränkten Blickwinkel des Privacy-Modus kaum Beschwerden auslösen – das eigentliche Problem liegt tiefer in der Panel-Struktur selbst.
Display-Kritik wächst
Während Samsung-Anhänger eine Weiterentwicklung erwartet hatten, sprechen erste Community-Berichte von einem visuellen Rückschritt. Selbst Nutzer, die zuvor ein OnePlus 15 verwendeten, beschreiben ein unmittelbares Unwohlsein beim Umstieg. Allerdings gibt es Hinweise auf eine gewisse Serienstreuung: Einzelne Käufer nehmen lediglich eine wärmere Farbabstimmung wahr, ohne gravierende Qualitätseinbußen zu beklagen. Dennoch verdichten sich die Belege für eine misslungene Display-Kalibrierung.
Im direkten Vergleich schneidet das Galaxy S25 Ultra sowohl bei der Schärfe als auch bei der Helligkeit besser ab.
Die Privacy-Funktion scheint die physikalische Auflösung des Panels merklich zu beeinträchtigen. Das Privacy Display des Galaxy S26 Ultra verwendet zwei Pixeltypen: schmale Pixel, die nur frontal sichtbar sind, und weite Pixel mit normalen Blickwinkeln, wobei im Privacy-Modus die weiten Pixel deaktiviert werden. Diese Dual-Pixel-Architektur erklärt die wahrgenommenen Qualitätseinbußen.