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Samenspender-Urteil

Samenspender „Joe Donor“ scheitert vor Gericht – 180 Kinder, keine Vaterrechte

Samenspender „Joe Donor“ scheitert vor Gericht – 180 Kinder, keine Vaterrechte
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

180 Kinder in mehreren Ländern, bezahlt mit Amazon-Gutscheinen – jetzt hat ein Londoner Gericht dem Mann hinter „Joe Donor“ Grenzen gesetzt.

Robert Albon ist kein gewöhnlicher Mann. Unter dem Pseudonym „Joe Donor“ bietet der US-Amerikaner, der Mitte 50 ist, seit 2013 über Social-Media-Plattformen seine Dienste als Samenspender an – außerhalb jeglicher rechtlicher Kontrolle und ohne behördliche Aufsicht. Nach eigenen Angaben hat er in Ländern von Argentinien bis Australien bereits mehr als 180 Kinder gezeugt. Seit 2020 lebt er in England.

Wie der britische Daily Star berichtet, hatte Albon der Mutter des betreffenden Kindes seinen Samen gegen eine Amazon-Geschenkkarte im Wert von 150 Pfund – umgerechnet rund 175 Euro – überlassen. Für eine vorangegangene, erfolglos gebliebene Spende hatte er 100 Pfund erhalten.

Klare Absage

Vor dem High Court in London beantragte er schließlich, als rechtlicher Vater eines im Jahr 2021 geborenen Kindes anerkannt zu werden. Das Gericht lehnte diesen Antrag ab. Richter Sir Andrew McFarlane formulierte in seinem Urteil unmissverständlich: Es wäre „offensichtlich gegen die öffentliche Ordnung“, Albon diese rechtliche Stellung zuzuerkennen. Ein weiterer Richter hatte bereits zuvor festgehalten, dass Albons Handeln „von keinerlei anerkannten moralischen Prinzipien geleitet“ sei.

Das Gericht stellte darüber hinaus fest, dass Albon in seinem Umfeld „persönliches Chaos“ hinterlasse – vor allem im Leben „oft sehr verletzlicher Frauen“. Ein früherer Richter hatte ihn als Person beschrieben, der es an Empathie mangele und die andere Menschen kontrollieren wolle.

Die Rechtsvertreterin der Mutter zeigte sich nach dem Urteil erleichtert: Auch wenn Albon der biologische Vater sei, wäre es nicht vertretbar gewesen, ihm elterliche Rechte einzuräumen.

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KO KOSMO-Redaktion
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