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Jobverlust

Weitere Kündigungswelle – Heizungs-Riese streicht jeden achten Arbeitsplatz

Weitere Kündigungswelle – Heizungs-Riese streicht jeden achten Arbeitsplatz
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Auf die Insolvenz folgt der nächste harte Schnitt: Beim Salzburger Heizungshersteller Windhager bangen erneut Dutzende Beschäftigte um ihre Stellen.

Der Salzburger Heizungshersteller Windhager steht vor einem weiteren einschneidenden Schritt: Rund 50 Beschäftigte müssen das Unternehmen verlassen. Windhager hatte im Jänner 2024 Insolvenz angemeldet – die größte Firmenpleite des Jahres in Salzburg. Die beiden betroffenen Gesellschaften, die Windhager Zentralheizung Technik GmbH und die Windhager Zentralheizung GmbH, beantragten ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung, die Passiva lagen bei mehr als 86 Millionen Euro.

Geschäftsführer Andreas Weißenbacher, der sowohl Windhager als auch BWT leitet, bezeichnete den Stellenabbau als nicht mehr abwendbar. „Ich habe versucht, die Maßnahme so lange wie möglich hinauszuzögern, aber jetzt ist sie unausweichlich“, erklärte Weißenbacher. Die Belegschaft wurde am Donnerstag über die geplanten Schritte informiert.

Schwache Marktnachfrage

Als zentralen Auslöser für den Abbau von Arbeitsplätzen nennt Weißenbacher die anhaltend schwache Nachfrage in den Segmenten Biomasseheizungen und Wärmepumpen. „Wir haben eine ganz schwierige Marktlage im Bereich Biomasseheizungen und Wärmepumpen. Und auch die Förderpolitik in Österreich ist nicht so geschäftsfördernd“, sagte er gegenüber der APA.

Bereits im Vorjahr sei die Nachfrage in diesen Bereichen um etwa 20 Prozent gefallen. Besonders das erste Quartal des laufenden Jahres habe einen dramatischen Einbruch gebracht: Im Segment Biomasseheizungen sei der Markt um 63 Prozent eingebrochen.

Umsatz im Rückgang

Ende Februar war Windhager von der Muttergesellschaft des Wasseraufbereiters BWT übernommen worden – betroffen waren sowohl die Produktionsgesellschaft Windhager Zentralheizung Technik GmbH als auch die Vertriebs- und Servicegesellschaft Windhager Zentralheizung GmbH. Der aktuelle Jahresumsatz liegt laut Weißenbacher bei unter 100 Millionen Euro – in den stärksten Geschäftsjahren hatte das Unternehmen noch 168 Millionen Euro erwirtschaftet.

Von den derzeit 386 Mitarbeitenden werden rund 50 das Unternehmen verlassen müssen.

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KO KOSMO-Redaktion
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