40 Jahre, 22 Jobs, ein historisches Gebäude – und am Ende reichte es nicht mehr. Ein Tiroler Traditionslokal schließt für immer.
Nach vier Jahrzehnten ist in der Haller Altstadt ein gastronomisches Kapitel zu Ende gegangen: Das Restaurant Geisterburg, das Gäste jahrzehntelang mit Pizza, Pasta, Burgern und Schnitzeln versorgte, hat Insolvenz angemeldet. Wie die Tiroler Tageszeitung berichtet, ist das Lokal bereits geschlossen. „Mit dem 22. Mai 2026 hat das Restaurant Geisterburg in Hall in Tirol nach 40 Jahren seinen Betrieb eingestellt“, bestätigt Betreiber Markus Cammerlander.
Von der Schließung sind insgesamt 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen, die laut Cammerlander in einem Teammeeting über das Ende des Betriebs informiert wurden.
Finanzielle Überlastung
Als ausschlaggebend für die Insolvenz gelten massive finanzielle Belastungen, wie die Tiroler Tageszeitung weiter berichtet. Besonders der aufgelaufene Investitionsrückstau im historischen Gebäude habe den Betrieb unter Druck gesetzt. Gläubigerschützer verweisen zudem auf anhaltend hohe Reparaturkosten, die die wirtschaftliche Lage zusätzlich verschlechtert hätten.
Für eine umfassende Generalsanierung fehlten letztlich die finanziellen Mittel: Die dafür erforderlichen Investitionen im siebenstelligen Bereich waren laut Betreiber nicht darstellbar. Erschwerend hinzu kamen Schwierigkeiten bei der Personalbesetzung.
Offene Schulden
Wie hoch die Gesamtschulden tatsächlich sind, steht noch nicht fest. Nach bisherigen Angaben des AKV (Alpenländischer Kreditorenverband) belaufen sich die Passiva auf rund 430.000 Euro – offene Forderungen von Finanzamt und Österreichischer Gesundheitskasse sind dabei noch nicht vollständig berücksichtigt.
Eine Sanierung des Unternehmens ist nicht geplant.
Vom Insolvenzverfahren unberührt bleibt das Restaurant Krahvogel in der Innsbrucker Anichstraße, das laut Betreiber als eigenständige Gesellschaft geführt wird.