Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Rüstungsdeal

Kroatien rüstet weiter auf: Neues Raketensystem kommt

Kroatien rüstet weiter auf: Neues Raketensystem kommt
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Kroatien baut seine Streitkräfte weiter aus – eine neue Rüstungskooperation mit Südkorea spielt dabei eine zentrale Rolle.

Kroatien baut seine militärische Zusammenarbeit mit Südkorea weiter aus. Premierminister Andrej Plenković sprach bei einem Treffen mit dem Präsidenten der südkoreanischen Nationalversammlung, Cho Jeong-sik, in Zagreb über die Vertiefung der bilateralen Beziehungen – mit besonderem Schwerpunkt auf Verteidigung und Sicherheit. Im Mittelpunkt stand dabei auch die bereits vereinbarte Beschaffung des südkoreanischen Raketenartilleriesystems K239 Chunmoo.

435-Millionen-Euro-Paket

Die Verträge für die Beschaffung wurden am 10. September in Zagreb unterzeichnet. Das gesamte Beschaffungspaket hat einen Wert von 435,2 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer. Hanwha Aerospace liefert die K239-Chunmoo-Werfer samt Raketenmunition und weiterer Ausrüstung, während das Führungs- und Kontrollsystem über einen separaten Vertrag mit dem polnischen Unternehmen WB Electronics integriert wird.

Mit dem System erhält die kroatische Armee eine deutlich größere Reichweite bei der Raketenartillerie. Das für Kroatien vorgesehene System kann – abhängig von der eingesetzten Raketenmunition – Ziele in Entfernungen von rund 30 bis mindestens 300 Kilometern bekämpfen.

Insgesamt bestellt Kroatien 18 selbstfahrende K239-Chunmoo-Raketenwerfer samt Munition, Unterstützungsfahrzeugen, Führungszentren, Ausbildung und weiterer Ausrüstung. Die Umsetzung des Beschaffungsprogramms läuft bis 2029, wobei nach Angaben des Verteidigungsministeriums bereits bis 2028 rund 85 Prozent des Systems geliefert sein sollen.

Parallel dazu hat Kroatien acht amerikanische HIMARS-Systeme bestellt. Diese befinden sich allerdings noch nicht im Bestand der kroatischen Streitkräfte und sollen nach aktuellem Zeitplan Ende 2027 oder Anfang 2028 geliefert werden. Mit beiden Systemen baut Kroatien seine Fähigkeiten für präzise Raketenangriffe auf größere Entfernungen deutlich aus.

Wirtschaftliche Partnerschaft

Neben der militärischen Zusammenarbeit sprachen Plenković und Cho auch über eine weitere Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen. Im Mittelpunkt standen unter anderem koreanische Investitionen in Kroatien sowie Kooperationen in den Bereichen Energie, grüne Technologien, Verkehrsinfrastruktur, Wissenschaft und Technologie.

Die Gespräche zeigen, dass beide Länder ihre Partnerschaft auch über den Verteidigungsbereich hinaus weiter ausbauen wollen.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen