Sein Arzt gibt Entwarnung – doch rund um den 79-jährigen US-Präsidenten reißen die Spekulationen nicht ab.
Trumps Leibarzt bescheinigt dem US-Präsidenten volle Amtsfähigkeit und einen insgesamt guten Gesundheitszustand. Sean Barbabella, der persönliche Arzt des Präsidenten, hält Trump für uneingeschränkt dienstfähig – Herz, Lunge und Nervensystem funktionierten normal, wie aus einer am Freitagabend vom Weißen Haus veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. Trotz anhaltender Spekulationen über seinen körperlichen Zustand attestieren die behandelnden Mediziner dem 79-Jährigen einen soliden Allgemeinzustand.
Trump selbst hatte sich bereits am Dienstag, nach seiner routinemäßigen Untersuchung im Walter-Reed-Militärkrankenhaus, zufrieden gezeigt. „Alles verlief PERFEKT“, schrieb er nach seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus bei Washington auf der Plattform Truth Social. Konkrete Befunde oder Untersuchungsergebnisse nannte er dabei nicht.
Kritische Beobachtung
Der Gesundheitszustand des Präsidenten wird seit Längerem kritisch beobachtet. Bilder, die geschwollene Knöchel, Blutergüsse an den Händen und eine fleckige Verfärbung am Hals zeigen, haben Fragen über den Zustand des 79-Jährigen aufgeworfen. Barbabella räumte eine leichte Schwellung der Unterschenkel ein, verwies jedoch darauf, dass sich dieser Befund gegenüber dem Vorjahr verbessert habe.
Die Blutergüsse an den Händen seien medizinisch unbedenklich und auf eine Kombination aus häufigem Händeschütteln und der vorbeugenden Einnahme von Aspirin zurückzuführen. Eine umfassende neurologische Untersuchung habe einen normalen geistigen Zustand bestätigt. Auch auf Depressionen und Angstzustände sei Trump getestet worden. Warum im März eine Hautbehandlung am Hals vorgenommen wurde und weshalb im Oktober eine MRT-Untersuchung stattfand, ließ der Arzt in seiner Mitteilung offen.
Barbabella sprach gegenüber Trump auch Empfehlungen zur Lebensführung aus. Dazu zählen Ratschläge zur Ernährung, die regelmäßige Einnahme von niedrig dosiertem Aspirin, mehr körperliche Bewegung sowie eine Gewichtsreduktion. Laut der Mitteilung bringt Trump bei einer Körpergröße von 1,90 Metern derzeit 108 Kilogramm auf die Waage.
Am 14. Juni wird der Präsident 80 Jahre alt – bei seinem Amtsantritt war er bereits der älteste Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Die aktuelle Untersuchung war bereits der dritte Vorsorgecheck innerhalb von 13 Monaten.
Trump betont regelmäßig, für sein Alter in ausgezeichneter körperlicher Verfassung zu sein.
Venöse Insuffizienz
Besondere Aufmerksamkeit erregte im Juli die Meldung, dass Trump wegen leichter Schwellungen im Bereich der Unterschenkel erneut untersucht worden war. Das Weiße Haus bestätigte, dass beim Präsidenten eine chronisch venöse Insuffizienz diagnostiziert worden sei, die vor allem im höheren Alter auftritt. Bei dieser Venenerkrankung ist der Rückfluss des Blutes aus den Beinen zum Herzen gestört. Zu den typischen Symptomen gehören Schwellungen in den Beinen und Knöcheln sowie Hautveränderungen an den betroffenen Stellen.
Bei einer weiteren Untersuchung im Militärkrankenhaus in Bethesda im Oktober kam Barbabella zu einem deutlich positiveren Befund: Trump sei nicht nur gesund, sondern körperlich in einem Zustand, der weit besser sei, als sein Alter vermuten lasse. Der Arzt attestierte ihm damals das Herz- und Gefäßsystem eines 65-Jährigen.
Die Debatte um Trumps Gesundheit hat in seiner zweiten Amtszeit immer wieder neue Nahrung erhalten. Aufnahmen, die teils offenbar überschminkte Blutergüsse an seinen Händen sowie geschwollen wirkende Beine zeigten, kursierten im Netz und befeuerten entsprechende Diskussionen. Trump selbst erklärte die Blutergüsse mit dem häufigen Händeschütteln, seine Sprecherin Karoline Leavitt nannte ergänzend die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten als Ursache.