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Strengere Regeln

ÖGK verschickt 90.000 Rechnungen – für viele wird es jetzt teurer

ÖGK verschickt 90.000 Rechnungen – für viele wird es jetzt teurer
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Neue Regeln, neue Rechnungen: Für Tausende Patientinnen und Patienten wird der Weg zur Behandlung ab sofort teurer.

Wer regelmäßig auf planbare Krankentransporte angewiesen ist, muss sich auf höhere Kosten einstellen. Seit Juli 2025 werden solche Fahrten – etwa zur Dialyse, zu Therapien oder Kontrolluntersuchungen – nicht mehr automatisch von der Krankenkasse übernommen. Die anfallenden Selbstbehalte werden quartalsweise abgerechnet: Ohne Sanitäter beträgt der Eigenanteil pro Fahrt 7,55 Euro, mit medizinischer Begleitung sind es 15,10 Euro.

Im Juli verschickt die Österreichische Gesundheitskasse rund 90.000 Rechnungen für Transporte aus dem ersten Quartal 2026 – der Versand erfolgt zwischen dem 21. und 31. Juli.

Verschärfte Bedingungen

Gleichzeitig hat die ÖGK die Bedingungen für eine vollständige Kostenübernahme verschärft. Anspruch auf einen bezahlten Transport besteht künftig nur noch dann, wenn eine versicherte Person aus rein medizinischen Gründen nicht in der Lage ist, sich außerhalb ihrer Wohnung selbständig fortzubewegen. Fehlende Verkehrsanbindung oder eine nicht verfügbare Begleitperson gelten nicht mehr als ausreichende Begründung.

Soziale oder organisatorische Gründe wie fehlende öffentliche Verkehrsmittel oder das Fehlen einer Begleitperson begründen ausdrücklich keinen Anspruch.

Die Entscheidung über die medizinische Notwendigkeit liegt weiterhin beim behandelnden Arzt – dieser wurde jedoch laut einem Bericht der „Krone“ darauf hingewiesen, dass unter bestimmten Umständen auch Rollstuhlfahrer als gehfähig eingestuft werden können.

Ausnahmen & Limits

Nicht von den Selbstbehalten betroffen sind Kinder, Personen mit Rezeptgebührenbefreiung sowie medizinisch notwendige und zeitkritische Transporte. Die Verrechnung ist auf maximal 28 Fahrten pro Kalenderjahr begrenzt. Übersteigt der Gesamtbetrag die Grenze von 151 Euro, räumt die ÖGK die Möglichkeit einer Ratenzahlung ein.

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KO KOSMO-Redaktion
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