Fast zwei Jahrzehnte, gefälschte Dokumente, drei Beschuldigte und eine Schadenssumme, die nun die Justiz beschäftigt.
Im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich sind drei Personen ins Visier der Ermittler geraten: Sie sollen über einen Zeitraum von fast zwei Jahrzehnten mit gefälschten Dokumenten Sozialleistungen in Höhe von knapp 63.300 Euro unrechtmäßig bezogen haben.
Gefälschte Urkunden
Konkret handelt es sich um eine 38-jährige Frau aus Bosnien und Herzegowina, einen gleichaltrigen kroatischen Staatsbürger sowie einen 39-jährigen Mann aus dem Bezirk Hollabrunn. Die Polizeiinspektion Mistelbach nahm die Ermittlungen im Juni 2026 auf.
Den Beschuldigten wird vorgeworfen, seit dem Jahr 2008 gefälschte Urkunden bei österreichischen Behörden vorgelegt zu haben, darunter das Standesamt, die Bezirkshauptmannschaft sowie das Arbeitsmarktservice. Auf diesem Weg sollen insbesondere die 38-jährige Frau und ihre Kinder Leistungen erhalten haben, auf die kein rechtlicher Anspruch bestand.
Keine Geständnisse
Bei den polizeilichen Einvernahmen zeigten sich alle drei Beschuldigten nicht geständig.
Die Anzeige wurde bei der Staatsanwaltschaft Korneuburg eingebracht, die nun über das weitere Vorgehen entscheidet.