Ein serbischer Tennisprofi, Manipulationen, ein Netzwerk und ein Urteil, das seine Karriere für Jahrzehnte beendet.
Der 29-jährige serbische Tennisspieler Stefan Milićević wurde wegen schwerwiegender Korruptionsvergehen mit einer langjährigen Sperre belegt.
Massive Sanktionen
Die Internationale Tennis-Integritätsagentur (ITIA) hat gegen den Spieler eine Sperre von 24 Jahren ausgesprochen. Bis zum 8. Oktober 2050 ist ihm die Teilnahme an Veranstaltungen der ATP, der WTA, an Grand Slams sowie an Turnieren nationaler Verbände untersagt. Darüber hinaus wurde eine Geldstrafe in Höhe von rund 60.000 Euro festgesetzt.
Grundlage der Sanktionen sind Manipulationen bei insgesamt sechs Tennispartien, bei fünf davon trat er selbst als Spieler an. Zusätzlich versuchte er, auf sechs weitere Begegnungen Einfluss zu nehmen.
Netzwerk & Karriere
Dem Spieler wird zudem vorgeworfen, für ein Korruptionsnetzwerk Mitglieder angeworben zu haben – ein Umstand, der das Ausmaß der Vergehen zusätzlich unterstreicht. Die ITIA teilte mit, dass Milićević während der Untersuchung siebenmal über mehrere Kommunikationswege kontaktiert wurde, ohne auf die Vorwürfe oder die Untersuchungsergebnisse zu reagieren. Das Urteil erging daher ohne seine Mitwirkung.
Seinen sportlichen Höhepunkt hatte der Spieler im Jahr 2014 erreicht, als er Rang 1.338 der Weltrangliste belegte.