Ein Luxusimmobiliendeal in Marbella, Falschgeld im Millionenwert – und ein Unternehmer, der den Betrug rechtzeitig durchschaute.
Im Oktober 2026 gelang Ermittlungsbehörden aus Österreich und Spanien ein entscheidender Schlag gegen eine kriminelle Gruppierung, die auf sogenannte Rip-Deals spezialisiert war. Drei Tatverdächtige wurden festgenommen, Falschgeld im Gesamtwert von rund 2,1 Millionen Euro sichergestellt.
Den Ausgangspunkt der Ermittlungen bildete ein österreichischer Immobilienunternehmer, der beim Verkauf einer Luxusimmobilie in Marbella in eine Betrugsmasche geriet und dies rechtzeitig erkannte. Für den 6. Oktober 2026 war eine Übergabe geplant: eine Baranzahlung von 1,8 Millionen Euro sowie eine Vermittlungsprovision von 300.000 Euro in Form von Goldmünzen. Der Unternehmer wandte sich an die Behörden, woraufhin eine koordinierte Großoperation eingeleitet wurde.
Festnahmen Wien & Marbella
Am 6. Oktober 2026 klickten in Wien und Marbella die Handschellen. Die drei Festgenommenen im Alter von 27, 30 und 53 Jahren stehen im Verdacht, an Rip-Deal-Delikten beteiligt gewesen zu sein, und weisen einschlägige Vorstrafen auf. Die Wiener Festnahme wurde durch die Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität unterstützt. Die Operation gilt als bislang größter Ermittlungserfolg im Bereich Rip-Deals in der österreichischen Kriminalgeschichte.
Internationale Kooperation
Möglich wurde dieser Erfolg durch das enge Zusammenwirken der Wiener Rip-Deal Unit, des österreichischen Bundeskriminalamts, Europols (EU-Polizeibehörde) sowie der spanischen Policía Nacional.