Grill ohne Genehmigung, Gas ohne Erlaubnis – in zwei Wiener Bezirken haben Behörden gleich mehrere Betriebe gestoppt.
Bei Kontrollen in Wien-Leopoldstadt und Wien-Brigittenau haben Behörden mehrere Gastronomiebetriebe wegen fehlender Genehmigungen und sicherheitsrelevanter Mängel beanstandet. In beiden Fällen kam es zu Betriebsunterbrechungen und Anzeigen gegen die Betreiber.
Verstöße in Leopoldstadt
Die Gruppe Sofortmaßnahmen führte die Einsätze gemeinsam mit dem Magistratischen Bezirksamt für den 10. Bezirk sowie der MA 59 (Marktamt) durch. Auslöser in Wien-Leopoldstadt waren Beschwerden aus der Nachbarschaft: Vor Ort stellten die Kontrollorgane fest, dass ein ganzes Kalb auf einem Holzkohlengrill im öffentlichen Gastgarten gebraten wurde – ohne jede behördliche Genehmigung. Zusätzlich waren gasbetriebene Heizstrahler im Einsatz, für die ebenfalls keine Genehmigung vorlag. Die betroffenen Einrichtungen wurden entfernt, die Betreiber angezeigt.
Gebetsraum als Küche
In Wien-Brigittenau geriet ein Verein ins Visier der Behörden, der in einem als Gebetsraum deklarierten Bereich türkische Gerichte mit einem gasbetriebenen Pizzaofen zubereitete – ohne die dafür notwendige Genehmigung. Wegen akuter Sicherheitsbedenken wurde der Betrieb umgehend eingestellt, der Ofen abgeschaltet und die Entfernung der Gasflaschen veranlasst. Neben verwaltungs- und lebensmittelrechtlichen Verstößen wurden auch bauliche Mängel dokumentiert, die ebenfalls Anzeigen nach sich zogen.
Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen, betonte die Verantwortung, die Betreiber gegenüber ihrem Umfeld tragen: „Wer einen Betrieb führt, trägt Verantwortung für die Sicherheit, für die Menschen in der Umgebung und für die Einhaltung der Gesetze.“