Flammen am Triebwerk, Kabinendruck-Probleme, Runway-Excursion: Latam erlebt einen Sicherheits-Herbst, der Reisende aufhorchen lässt.
Auf dem Rollfeld des Flughafens Lima geriet am Montagmorgen ein Airbus A320 der südamerikanischen Fluggesellschaft Latam in Brand. Das Feuer brach im Bereich des linken Triebwerks sowie der dazugehörigen Tragfläche aus. Die Maschine befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg zum Start – geplant war ein Inlandsflug nach Piura im Norden Perus.
#BREAKING
Imagens impressionantes que chegaram do Aeroporto de Lima mostram fogo saindo do motor de um Airbus A320ceo da LATAM Peru
As chamas também atingiram o pneu e as asas da aeronave
Sem informações de feridos até o momento
@OnDisasters https://t.co/Rzir7dTAVx
— AEROIN (@aero_in) October 19, 2026
Die Besatzung reagierte unverzüglich, leitete die Evakuierung aller Passagiere ein und die Feuerwehr des Flughafens brachte den Brand rasch unter Kontrolle. Verletzte gab es keine. Die betroffenen Reisenden wurden auf eine Ersatzmaschine umgebucht.
Vierter Vorfall
Es handelt sich bereits um den vierten Vorfall bei Latam innerhalb weniger Wochen. Drei Tage vor dem Brand in Lima musste ein Latam-Flug auf der Strecke Lima–São Paulo wegen Problemen mit dem Kabinendruck umkehren. Schon Ende August hatte die Fluggesellschaft mit zwei weiteren Zwischenfällen zu kämpfen: Eine Boeing 787 kehrte nach Santiago de Chile zurück, nachdem ebenfalls Kabinendruckprobleme aufgetreten waren, und ein Airbus A320 kam in Brasilien von der Landebahn ab.
In sämtlichen Fällen blieben die Passagiere unverletzt.
Latams Reaktion
Latam bezeichnete das jüngste Vorkommnis als „unvorhergesehenen technischen Fehler“ und kündigte an, den Vorfall zu untersuchen. Der Betrieb des Flughafens Lima war während des Zwischenfalls nicht beeinträchtigt – beide Start- und Landebahnen blieben durchgehend in Betrieb, andere Flüge wurden nicht gestört.