Eine Polizeischülerin, ein IS-Verdacht und ein Satz, der alles veränderte – der Fall erschüttert Österreichs Sicherheitsbehörden.
Eine 27-jährige Polizeischülerin mit afghanischen Wurzeln steht in Österreich im Verdacht, Personen für den Islamischen Staat rekrutiert zu haben. Das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung hat Ermittlungen gegen die junge Frau eingeleitet.
Die Verdächtige war im Alter von zwei Jahren nach Österreich gekommen und hatte vor Beginn ihrer Polizeiausbildung zwei akademische Abschlüsse erworben. Während ihrer Ausbildungszeit soll sie versucht haben, auch Kollegen für den IS zu gewinnen. Die Aussage „Willst du mit mir dem IS beitreten und runtergehen kämpfen?“ löste schließlich die Ermittlungen des Staatsschutzes aus.
Razzia ohne Ergebnis
Eine daraufhin durchgeführte Razzia in ihrem Wohnbereich erbrachte allerdings keine konkreten Hinweise auf eine tatsächlich begangene Straftat. Infolge der Vorwürfe wurde die 27-Jährige wenige Monate vor dem geplanten Abschluss ihrer Ausbildung aus der Polizeischule entlassen.
Reaktionen & Konsequenzen
Bundespolizeidirektor Michael Takacs machte deutlich, dass eine demokratiefeindliche Haltung mit den Grundprinzipien und tragenden Säulen der Polizei unvereinbar sei und nicht geduldet werde. FPÖ-Sicherheitssprecher Gernot Darmann bezeichnete die Verdächtige als „Sicherheitsrisiko in Uniform“. Die junge Frau selbst wertet ihre Äußerungen als „spaßige Unterhaltung“.