Ein toter Mann in einem unversperrten Auto gibt den Ermittlern in Klagenfurt Rätsel auf. Weil die Todesursache zunächst unklar blieb, ordnete die Staatsanwaltschaft eine Obduktion an.
Auf dem Parkplatz vor dem Jagdschloss Mageregg in Klagenfurt ist ein Mann tot in einem Fahrzeug aufgefunden worden. Die ungewöhnliche Auffindungssituation und die zunächst nicht erkennbare Todesursache führten dazu, dass die Staatsanwaltschaft Klagenfurt eingeschaltet wurde.
Am vergangenen Mittwoch wurden Polizei und Rettung zum Parkplatz an der Feldkirchner Straße gerufen. Zeugen hatten den Mann in einem unversperrten Auto entdeckt und Alarm geschlagen. Mehrere Polizeistreifen rückten daraufhin zum Fundort aus.
Obduktion angeordnet
Da vor Ort nicht eindeutig festgestellt werden konnte, woran der Mann gestorben war, ordnete die Staatsanwaltschaft eine gerichtsmedizinische Untersuchung an. „Aufgrund der Umstände haben wir dann eine Obduktion angeordnet“, erklärte Staatsanwaltschaftssprecher Markus Kitz.
Ein Ergebnis der gerichtsmedizinischen Untersuchung lag zunächst noch nicht vor. Die Obduktion allein bedeutet allerdings nicht, dass die Ermittler von einem Gewaltverbrechen ausgehen. Laut Staatsanwaltschaft könnte sich auch eine natürliche Todesursache herausstellen.
Schon 2014 Schauplatz eines Mordfalls
Der Parkplatz vor Schloss Mageregg war bereits vor zwölf Jahren Schauplatz eines Gewaltverbrechens. Im November 2014 wurde dort ein 53-jähriger Mann in seinem Auto mit drei Schüssen getötet. Hintergrund war nach damaligem Ermittlungsstand ein Beziehungsdrama.
Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem damaligen Mordfall und dem aktuellen Todesfall gibt es derzeit nicht. Wie der nun aufgefundene Mann ums Leben kam, soll die gerichtsmedizinische Untersuchung klären.