Stellenabbau, Strategiewechsel, Milliardenübernahme: Ebay stellt die Weichen neu – und das in einem bemerkenswerten Tempo.
Ebay baut knapp ein Zehntel seiner weltweiten Belegschaft ab. Betroffen sind rund 1.100 Beschäftigte. Die dadurch freiwerdenden Kapazitäten sollen gezielt in Bereiche mit hohem Wachstumspotenzial umgeleitet werden, wie Unternehmenschef Jamie Iannone ankündigte.
Massiver Stellenabbau
Die Pläne gehen aus einem internen Schreiben hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters zugespielt wurde. Ein Sprecher des Konzerns bestätigte die Maßnahmen. „Um unsere Chancen zu nutzen, müssen wir wohlüberlegte Entscheidungen darüber treffen, worauf wir unseren Schwerpunkt legen“, erklärte Iannone.
Es ist nicht der erste Einschnitt dieser Art: Bereits im Februar hatte das Unternehmen 800 Stellen gestrichen. Künftig will sich Ebay verstärkt auf den Handel mit Luxusgütern, Sammlerstücken und generalüberholten Produkten konzentrieren.
Depop-Übernahme
Zu Jänner erwarb Ebay die Secondhand-Modeplattform Depop für rund 1,2 Milliarden Dollar – umgerechnet etwa 1,07 Milliarden Euro – vom Mitbewerber Etsy.
Die Übernahme unterstreicht die Absicht des Konzerns, seine Mittel künftig gezielt in Segmente mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial zu lenken.