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Abkommen zwischen Österreich und Bosnien unter Dach und Fach

Anfang der Woche wurde das Abkommen zwischen Österreich und Bosnien-Herzegowina im Parlament beschlossen. (Foto: Parlamentsdirektion/Stefan Olah)

Der Nationalrat hat die Kooperation zwischen Österreich und Bosnien-Herzegowina beschlossen. Jährlich sollen 90.000 Euro in den Austausch der beiden Länder fließen.

Österreich und Bosnien und Herzegowina werden ihre Wissenschafts- und Forschungskooperation ausbauen. Ein entsprechendes Abkommen, das im Nationalrat einstimmig angenommen wurde, bildet den rechtlichen Rahmen. Vor allem der Ausbau der Mobilität, des Austausches unter Wissenschaftler und der Teilnahme an europäischen und internationalen Forschungsprogrammen standen bei der Diskussion im Fokus. Für die Kooperation sind jährlich maximal 90.000 € vorgesehen. Bisher gibt es zwischen den beiden Ländern 20 bilaterale Abkommen, die sich auf Mobilitätsunterstützung und Förderung der Kontakte von Wissenschaftler beziehen.

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Ein Abkommen zwischen Bosnien-Herzegowina und Österreich wurde vom Wissenschaftsministerium genehmigt. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Kooperation der beiden Länder seien dadurch besiegelt.

 

Seit Jahrzehnten ist der Westbalkan Schwerpunktregionen des österreichischen Wissenschaftsministeriums. Des Weiteren soll auch der Ausbau der Studienförderung und die Unterstützung von Studierenden in Angriff genommen werden. Bosnien-Herzegowina sei das letzte Land am Balkan, mit dem Österreich noch keine Kooperation auf wissenschaftlicher Ebene hat. Diese Lücke soll nun durch die Entwicklungsunterstützung abgedeckt werden. Genaue Zahlen und Informationen zu den einzelnen Projekten sind noch unbekannt. Kritik übte der FPÖ-Nationalratsabgeordneter, Andreas Karlsböck.

Karlsböck verwies auf anzudenkende Ausgleichszahlungen für bosnisch-herzegowinische Studenten an österreichischen Hochschulen, die wie andere ausländische Studierende durch die Studienplätze in Anspruch nehmen. Damit würden sie das österreichische Wissenschaftsbudget belasten. Hier sollte nach seinem Dafürhalten im Vorhinein bilateral mit Bosnien-Herzegowina eine Lösung ausverhandelt werden.