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Bildungsprotest

Alarmstufe Rot an Österreichs Unis: Großdemo zieht durch Wien

Alarmstufe Rot an Österreichs Unis: Großdemo zieht durch Wien
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Tausende Studierende, Lehrende und Gewerkschafter marschieren durch Wien – der Kampf ums Universitätsbudget eskaliert.

Tausende Studierende sind am Nachmittag in Wien-Innere Stadt auf die Straße gegangen, um gegen das geplante Dreijahresbudget für österreichische Universitäten zu protestieren. Ab 13 Uhr versammelten sich rund 1.050 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Hochschulen im ersten Bezirk, erwartet wurden bis zu 20.000 Personen. Die Abschlusskundgebung fand am Universitätsring statt.

Getragen wird der Protest unter dem Motto „#UnisRetten“ von Gewerkschaften, der Universitätenkonferenz uniko sowie der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst GÖD.

Im Kern der Kritik steht das vorgesehene Budget von 16 Milliarden Euro für den Zeitraum 2028 bis 2030, das nach Einschätzung der Protestierenden nicht einmal die Inflation abdeckt. Uniko fordert eine Aufstockung auf 18 Milliarden Euro.

Karners Einschätzung

Innenminister Gerhard Karner zeigte sich vor der Demonstration zuversichtlich, was den Verlauf des Protests betrifft. Anzeichen für Ausschreitungen sah er keine – auch mit Blick auf vergleichbare Ereignisse in anderen Städten. „Es gibt keinen Grund zur Annahme eines gegenteiligen Verlaufs“, so Karner.

Das vorgesehene Budget von 16 Milliarden Euro reiche für einen geordneten Universitätsbetrieb nicht aus, betont uniko. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner hingegen verweist auf die Entscheidungsautonomie der Universitäten in Personalfragen. Dennoch zeichnet sich ab, dass die geplanten Einsparungen spürbare Konsequenzen für Lehre und Forschung haben könnten.

Drohende Stellenkürzungen

Fiskalratschef Christoph Badelt bezeichnete die angekündigten Einschnitte als „unsachlich“ und räumte ein: „Die Unis müssten langfristig Personalkürzungen vornehmen, jedoch nicht in dem angekündigten Ausmaß.“ Die Österreichische Hochschülerschaft ÖH befürchtet konkrete Verschlechterungen im Studienangebot. Bereits im Mai hatte eine vergleichbare Protestaktion rund 40.000 Menschen mobilisiert.

Sollten die Budgetpläne unverändert umgesetzt werden, könnten die Universitäten gezwungen sein, jede zehnte Stelle abzubauen.

Für Wien-Innere Stadt galten bis 20 Uhr Verkehrseinschränkungen.

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KO KOSMO-Redaktion
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