Wien rüstet sich für einen unruhigen Donnerstag: Tausende gehen auf die Straße und bringen den Verkehr zum Stillstand.
Am Donnerstag, dem 22. Oktober, rechnen Behörden und Verkehrsorganisationen mit massiven Behinderungen im Wiener Stadtgebiet. Auslöser ist eine Großdemonstration gegen den Sparkurs der österreichischen Bundesregierung, die den Innenstadtbereich voraussichtlich weitgehend zum Erliegen bringen wird.
Die geplanten Budgetkürzungen treffen vor allem sensible gesellschaftliche Bereiche – darunter die Sozialhilfe und die Finanzierung der Universitäten. MedUni-Rektor Müller warnt ausdrücklich davor, dass die vorgesehenen Einsparungen die Qualität der Patientenversorgung am AKH spürbar verschlechtern könnten.
Demo-Route Wien
Die Veranstalter rechnen mit rund 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Der Demonstrationszug nimmt seinen Ausgang am Resselpark und führt über den Karlsplatz, die Lothringerstraße und den Schwarzenbergplatz entlang der Ringstraße bis zur Universität. Der Aufbruch ist für den Nachmittag geplant.
Verkehr meiden
Der ÖAMTC weist auf erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen hin, die den gesamten Ring, die Zweierlinie sowie den Franz-Josefs-Kai betreffen werden. Auch Ausweichrouten wie der Gürtel dürften rasch an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Autofahrerinnen und Autofahrer werden daher dringend gebeten, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.
Der ÖAMTC appelliert an alle: „Unbedingt U-Bahnen benützen und das Auto meiden.“