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Infektionswelle

Alarmstufe Rot in Kinderkliniken: RS-Virus rollt auf Säuglinge zu

Alarmstufe Rot in Kinderkliniken: RS-Virus rollt auf Säuglinge zu
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3 Min. Lesezeit |

Nach der Grippewelle rückt nun ein weiterer Erreger in den Fokus: Auch in Österreich nimmt das RS-Virus an Bedeutung zu und könnte in den kommenden Wochen insbesondere Kinderkliniken stärker fordern.

Während die aktuelle Infektionslage in Österreich weiterhin von der Influenza geprägt ist, beobachten Fachleute zunehmend auch das Respiratorische Synzytialvirus (RSV). Besonders betroffen sind Säuglinge und Kleinkinder, bei denen das Virus teils schwere Atemwegsinfektionen auslösen kann. Laut Einschätzungen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) handelt es sich derzeit um eine frühe Phase der saisonalen RSV-Zirkulation.

RSV tritt in Österreich regelmäßig in den Wintermonaten auf. Aktuelle Surveillance-Daten zeigen, dass das Virus bereits vermehrt in Proben aus dem ambulanten Bereich sowie aus Krankenhäusern nachgewiesen wird. Die RSV-Aktivität liegt derzeit noch auf einem niedrigen bis moderaten Niveau, gilt jedoch als typischer Vorbote für einen möglichen Anstieg der Fallzahlen in den kommenden Wochen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Spitälern. Zwar ist die Zahl schwerer akuter Atemwegsinfektionen aktuell noch überschaubar, dennoch zählt RSV erfahrungsgemäß zu den häufigsten Ursachen für Krankenhausaufenthalte bei Säuglingen. Mit zunehmender Viruszirkulation steigt vor allem bei sehr jungen Kindern das Risiko von Einweisungen deutlich an. Auch ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen können von schweren Krankheitsverläufen betroffen sein.

Aktuelles Infektionsgeschehen in Österreich

Derzeit dominiert weiterhin die Influenza das Infektionsgeschehen: Der Großteil der laborbestätigten Atemwegsinfektionen entfällt aktuell auf Grippeviren, insbesondere auf Influenza A. Auch SARS-CoV-2 wird weiterhin nachgewiesen, spielt jedoch laut AGES derzeit eine untergeordnete Rolle. RSV macht bislang nur einen kleineren Anteil der nachgewiesenen Erreger aus, wird aber zunehmend registriert.

Medizinische Experten weisen darauf hin, dass RSV-Wellen häufig zeitlich versetzt zur Grippe auftreten. Dieses Muster zeichnet sich auch heuer ab. Die aktuelle Entwicklung wird daher als Frühphase einer beginnenden RSV-Saison interpretiert. Atemwegsviren verbreiten sich insbesondere in der kalten Jahreszeit leichter, da sich Menschen häufiger in geschlossenen Räumen aufhalten und weniger gelüftet wird. Niedrige Luftfeuchtigkeit und trockene Schleimhäute können die Anfälligkeit zusätzlich erhöhen.

Schutzmaßnahmen und Prävention

Für Eltern kleiner Kinder sowie für Betreuungseinrichtungen bedeutet die aktuelle Lage erhöhte Wachsamkeit. Die AGES empfiehlt grundlegende Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen, ausreichendes Lüften und das Vermeiden enger Kontakte bei Krankheitssymptomen. Für besonders gefährdete Säuglinge stehen in Österreich zudem Antikörperpräparate zur Verfügung, die schwere RSV-Verläufe vorbeugen können.

Wie stark die diesjährige RSV-Saison ausfallen wird, lässt sich derzeit noch nicht abschließend beurteilen. Die Entwicklung der nächsten Wochen wird entscheidend sein – erste Anzeichen für eine zunehmende Viruszirkulation sind jedoch bereits erkennbar.

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KO KOSMO-Redaktion
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