Ein 15-Jähriger kündigt einen Amoklauf an und versetzt eine Wiener Schule in Alarmbereitschaft.
In Wien-Floridsdorf hat eine Amoklaufdrohung eines 15-jährigen Schülers für erhebliche Beunruhigung unter Eltern und Schulbehörden gesorgt. Die Schulleitung der Mittelschule in der Reisgasse wandte sich noch am Sonntagabend mit einer Nachricht an die Eltern, in der es hieß: „An unserer Schule wurde ein Amoklauf angekündigt.“ Der Schüler wurde daraufhin wegen des Verdachts der mehrfachen gefährlichen Drohung angezeigt, die Polizei eingeschaltet.
Sofortige Sicherheitsmaßnahmen
Als unmittelbare Sicherheitsmaßnahme verlegte die Schulleitung den Unterrichtsbeginn am Montag auf 9 Uhr. Die Direktorin stellte klar, dass „die Kinder gefahrlos in die Schule kommen könnten“, und versicherte den Eltern, dass die Schule in enger Abstimmung mit der Polizei vorgehe. Für den Fall einer Lageänderung wurde eine sofortige Benachrichtigung der Erziehungsberechtigten zugesagt.
Laufende Ermittlungen
Die Wiener Polizei bestätigte, dass der Schüler auf freiem Fuß angezeigt wurde – auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien. Ob der 15-Jährige tatsächlich konkrete Vorbereitungen für einen Amoklauf getroffen hatte, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Polizei und Schulbehörde betonen die enge Zusammenarbeit als zentrales Mittel zur Gefahrenabwehr und zum Schutz der Schulgemeinschaft in Wien-Floridsdorf.
Die zuständigen Behörden verweisen auf die Bedeutung funktionierender Kommunikationsstrukturen und institutioneller Kooperation als Grundlage für den Schutz von Schülerinnen und Schülern.