Bosnien-Herzegowina verrechnet Auswanderern spezielle Gebühr

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Bosnien-Herzegowina verrechnet Auswanderern spezielle Gebühr

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Auswanderung-Gebühr-Bosnien-Herzegowina
Symbolbild (FOTOS: iStockphoto, Wikimedia Commons/Noble)

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Die Bevölkerungszahl des Balkanlandes schrumpfte in weniger als 30 Jahren um mehr als ein Viertel. Mittels eigenen Entgelts für Auswanderer bessert Bosnien-Herzegowina zumindest das Budget auf.

Eine Gebühr, die man vor der Auswanderung aus einem Land entrichten muss, ist weltweit gesehen kein Einzelfall. Auch in den USA muss im Falle des Auswanderns einen gewissen Betrag bezahlen. Allerdings zählt Bosnien-Herzegowina zu jenen Staaten Europas, aus welchen jährlich die meisten Menschen abwandern. Allein seit 2000 gaben mehr als 82.000 Personen die bosnische Staatsbürgerschaft für eine andere auf.

Millionen Mark mehr in der Staatskasse
Die bosnisch-herzegowinische Regierung verrechnet jedem Auswanderer, der seine Staatsbürgerschaft zurückgibt, eine einmalige Gebühr von 800 Konvertible Mark (umgerechnet knapp 410 Euro). Somit bessert sich das Balkanland seine Staatskasse jährlich um zwischen 1,2 und 1,5 Millionen Mark auf.

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