Paukenschlag im Falschaussage-Verfahren gegen Dejan Lovren

ZAGREB

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Paukenschlag im Falschaussage-Verfahren gegen Dejan Lovren

Paukenschlag-Dejan-Lovren-Urteil
(FOTO: Instagram-Screenshot/@dejanlovren06)

Am Montag fällte das zuständige Zagreber Gericht ein bindendes Urteil zugunsten von Dejan Lovren, dem vorgeworfen wurde, absichtliche Falschaussagen in einem großen Fußballkorruptionsfall gemacht zu haben.

Der Liverpool-Kicker wurde im September wegen Falschaussage von der kroatischen Staatsanwaltschaft angezeigt. (KOSMO berichtete) Grund dafür ist seine Zeugenaussage aus dem Jahr 2017 während der Verhandlung gegen den Dinamo Zagreb-Boss, Zdravko Mamić.

Die kroatische Behörde zur Bekämpfung von Korruption und organisierter Kriminalität warf Zdravko Mamić und seiner Komplizen vor, 116 Millionen Kuna aus der Dinamo-Kasse entnommen und den Staat um 12,2 Millionen Steuern geprellt zu haben. Der Dinamo-Boss wurde in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen. (KOSMO berichtete)

Seither befindet sich Zdravko Mamić in Bosnien-Herzegowina. Eine Auslieferung ist derzeit aufgrund rechtlicher Bestimmungen zwischen den beiden Ländern nicht möglich. (KOSMO berichtete)

Lovrens umstrittene Aussage
Während der Gerichtsverhandlung wurde der kroatische Nationalteamspieler über seinen Transfer von Dinamo nach Lyon, der sich im Jahr 2010 ereignete, befragt. Laut der kroatischen Staatsanwaltschaft soll Lovren bezüglich der Transfergelderaufteilung zwischen ihm und Mamić gelogen haben.

Dies wiederlegte nun ein Zagreber Gericht am vergangenen Montag. Somit wurde die Anklage gegen Dejan Lovren erstmals fallengelassen – ähnlich wie auch bei seinem Nationalteamkollegen Luka Modrić, der ebenso wegen Falschaussage angezeigt und im Dezember 2018 freigesprochen wurde.

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