Der Referenzbudget für ein bescheidenes Leben in Österreich wurde neu berechnet. Die Schuldenberatungen definieren damit präzise, was zum menschenwürdigen Leben gehört – inklusive Kinobesuchen und Kaffeehauskultur.
Der Bedarf für ein qualitativ hochwertiges Leben in Österreich wurde durch die staatlich anerkannten Schuldenberatungen (ASB) konkret beziffert, wie die oe24 berichtet. Mit ihrem jährlich aktualisierten „Referenzbudget“ definieren sie präzise, welche finanziellen Mittel für ein „bescheidenes, aber anständiges Leben“ tatsächlich erforderlich sind. Dieses Budget umfasst nicht nur die Grundbedürfnisse wie Wohnkosten und Nahrung, sondern schließt explizit die soziale Partizipation mit ein, berichtet 5min.at. Bei den Berechnungen wird von Haushalten in Mietwohnungen ohne eigenes Kraftfahrzeug ausgegangen.
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Die ASB verdeutlicht den Aspekt der gesellschaftlichen Teilhabe: „Es soll beispielweise damit möglich sein, hin und wieder auf einen Kaffee oder ins Kino zu gehen, ein Geschenk für Verwandte zu besorgen oder Freunde zu sich einzuladen“. Der Verein für Konsumenteninformationen (VKI) ergänzt, dass mit diesen finanziellen Mitteln „ein bescheidenes, aber angemessenes“ Leben realisierbar sei.

Mehr als Überleben
In Zeiten anhaltender Preisanstiege, Inflationssorgen und wachsender Kostenbelastungen stellt sich die fundamentale Frage. Welchen finanziellen Rahmen benötigt man in Österreich, um nicht nur die Existenz zu sichern, sondern tatsächlich ein zufriedenstellendes Leben zu führen? Die ASB unterstreicht den qualitativen Aspekt ihrer Berechnungen: „Es geht nicht ums Überleben, sondern darum, ohne große Sorgen leben zu können.“ Die seit 2009 jährlich angepassten Referenzwerte basieren auf wissenschaftlich erhobenen Daten.
Die Arbeiterkammer sowie diverse Sozialverbände weisen mit Nachdruck auf eine besorgniserregende Diskrepanz hin: „Viele Haushalte liegen weit unter diesen Beträgen!“
Besonders Alleinerziehende und Personen mit niedrigem Einkommen spüren die zunehmende finanzielle Anspannung immer intensiver.