Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Parkchaos

Ein Jahr auf demselben Parkplatz: Über 10.000 Euro Strafen

Ein Jahr auf demselben Parkplatz: Über 10.000 Euro Strafen
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein Jahr lang, über 10.000 Euro Strafe und das Auto stand einfach weiter. Jetzt kommt Bewegung in den Fall.

Seit einem Jahr steht ein Fahrzeug mit rumänischem Kennzeichen unbeachtet auf einem Parkplatz am Viktringer Ring in Klagenfurt – direkt vor dem Druck- und Designgeschäft von Walter Drobesch. Tag für Tag wurden Strafzettel ausgestellt, die sich mittlerweile auf eine Summe von mehr als 10.000 Euro summieren. An der Situation selbst änderte sich lange Zeit nichts.

„Drei Rumänen haben das Auto hier abgestellt. Sie sind nie zurückgekommen.“

Lösung in Sicht

Erst nachdem das Strafamt der Stadt dem Wagen die Zulassung entzogen hat, zeichnet sich nun eine Lösung ab. Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider hat angekündigt, dass das Fahrzeug in absehbarer Zeit abtransportiert wird. Für Geschäftsinhaber Drobesch, dessen Kundschaft den Parkplatz ein Jahr lang nicht nutzen konnte, kommt dieser Schritt reichlich spät.

„Der Wind bläst sie regelmäßig davon.“

„In den nächsten Tagen wird der Wagen abgeschleppt.“

Kosten & Konsequenzen

Mit dem Abschleppen des Wagens ist die Angelegenheit für den Fahrzeughalter jedoch nicht erledigt. Zu den bereits aufgelaufenen Bußgeldern kommen Abschlepp- und Verwahrkosten hinzu, die täglich anfallen.

„Jeder Tag, an dem man ein Auto beim Abschleppdienst nicht abholt, kostet zwischen 30 und 40 Euro – oder mehr.“

Da das Kennzeichen den Behörden bekannt ist, kann der Halter auch mit einer Ersatzfreiheitsstrafe rechnen, sofern die Geldstrafen nicht einbringlich sind. Bürgermeister Scheider deutete zudem eine weitere Möglichkeit an:

„Ist die Strafe uneinbringlich, kann das Auto vielleicht versteigert werden.“

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen