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ENERGIE-SPARMASSNAHMEN

Erste Stadt in Österreich reduziert bereits die Raumtemperatur

(FOTO: iStockphoto/RossHelen)
(FOTO: iStockphoto/RossHelen)

Während der Bund und die Länder über die Sinnhaftigkeit einer Herabsetzung der Raumtemperatur in öffentlichen Gebäuden diskutieren, macht die Stadt Villach in dieser Frage einen Schritt vor und übernimmt die Vorreiterrolle.

Ab der kommenden Heizperiode gilt in Villach die neue Regelung: Die Temperatur in Innenräumen der öffentlichen Gebäude wird auf 20 Grad Celsius beschränkt, die Stiegenhäuser und Gänge werden nur noch auf 12 Grad beheizt. Dadurch soll die Stadt Villach rund 20 Prozent des Energiebedarfs einsparen.

Wie Sprecher des Bürgermeisters Wolfgang Kofler mitteilte, wird nicht nur bei der Raumtemperatur in öffentlichen Gebäuden gespart, sondern auch die Weihnachtsbeleuchtung zeitlich eingeschränkt und derzeit kein Warmwasser verbraucht.

Das Land Kärnten hat dazu noch keine Stellungnahme abgegeben. Zuerst soll eine Arbeitsgruppe das Thema beleuchten, denn auch wenn es eine klare Empfehlung zum Energiesparen geben wird, so soll die niedrigere Raumtemperatur in öffentlichen Gebäuden keine negativen Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche haben.

„Gerade bei den Kindern und Jugendlichen kann ich mir nicht vorstellen, dass man die in den Schulen frieren lässt. Im Gegenteil, da müssen wir darauf achten, dass die Temperaturen so sind, dass auch das Lernen leichtfällt“, erklärte Gerd Kurath vom Landespressedienst für die Medien.

Kritik an der Entscheidung in Villach

Der Arzt Dr. Oliver Müller-Muttonen hat eine kritische Meinung zu der Entscheidung der Stadt Villach, auch wenn diese gesetzmäßig ist.

„Die durchschnittliche Raumtemperatur in unseren Büroräumen liegt bei etwa 22 Grad, wenn das auf 19 Grad gesenkt werden würde, ist das rechtlich in Ordnung. Man weiß aber, wenn das Wohlbefinden der Mitarbeiter dadurch beeinträchtigt wird, dann kommt es zu einer Minderung der Leistung bzw. zu einem unangenehmen Gefühl am Arbeitsplatz“, so Müller-Muttonen.

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