Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Datenschutz

Geheime Chat-Funktion bei WhatsApp: So aktivierst du die KI

Geheime Chat-Funktion bei WhatsApp: So aktivierst du die KI
FOTO: EPA-EFE/FILIP SINGER, iStock
3 Min. Lesezeit |

WhatsApp testet eine neue KI-Funktion, die Textnachrichten stilistisch verfeinert – bislang jedoch nur für ausgewählte Beta-Nutzer verfügbar.

Der Messengerdienst WhatsApp entwickelt eine innovative KI-Funktion, die Nutzern hilft, ihre Textnachrichten sprachlich zu verfeinern. Die als „Writing Help“ bezeichnete Funktion befindet sich aktuell in der Testphase und ist ausschließlich für ausgewählte Android-Beta-Nutzer verfügbar. Ein breiter Rollout für alle Anwender ist bislang nicht erfolgt.

Das System arbeitet mit sogenanntem Private Processing (lokale Datenverarbeitung), wodurch die Vertraulichkeit aller Inhalte gewährleistet bleiben soll. Anwender können zwischen verschiedenen Stilrichtungen wählen – von sachlich über professionell bis humorvoll – um ihre Kommunikation zu optimieren.

Die KI erstellt automatisch Formulierungsvorschläge, ohne dass WhatsApp oder der Mutterkonzern Meta Einblick in die Nachrichteninhalte erhalten. Alle Anfragen werden anonym und verschlüsselt verarbeitet und die Daten unmittelbar nach der Bearbeitung gelöscht. Die vollständige Kontrolle über den Text verbleibt beim Nutzer.

⇢ Neues Update: WhatsApp führt KI-Faktencheck ein

Die Funktion ist nicht standardmääßig aktiviert, sondern muss bewusst in den Einstellungen der App freigeschaltet werden, sodass die herkömmliche Chat-Nutzung weiterhin möglich bleibt. Zunächst wird die Funktion nur in englischer Sprache verfügbar sein, bevor sie im Verlauf des Jahres auch in anderen Ländern und Sprachen ausgerollt wird.

Datenschutz im Fokus – aber noch ohne unabhängige Verifikation

Das Unternehmen betont ausdrücklich den optionalen Charakter des Features, das den normalen Nachrichtenaustausch nicht automatisch verändert. Laut WhatsApp werden keine Inhalte dauerhaft gespeichert oder mit der Identität der Nutzer verknüpft – jedoch liegen bislang keine unabhängigen externen Sicherheitsanalysen vor, die diese Angaben verifizieren.

Die Anwender behalten jederzeit die volle Entscheidungsgewalt über ihre Kommunikation und können die Funktion nach Bedarf ein- oder ausschalten. WhatsApp wurde 2009 von Jan Koum und Brian Acton gegründet und zählt heute mehr als zwei Milliarden Nutzer weltweit, was den Dienst zu einer der meistgenutzten Messaging-Plattformen macht.

WhatsApp-Entwicklung

Die Anwendung bietet ein umfassendes Funktionsspektrum: Textnachrichten, Audio- und Videoanrufe, Gruppenchats, Status-Updates sowie den Austausch von Fotos, Videos und Dokumenten. Seit 2016 sind sämtliche Chats und Anrufe durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt, was die Privatsphäre der Nutzer sicherstellt.

Die App ist für Privatpersonen kostenfrei nutzbar, bietet jedoch seit 2018 mit der WhatsApp Business API (Programmierschnittstelle für Unternehmen) eine Lösung für Unternehmen zur direkten Kundenkommunikation. Im Jahr 2014 wurde WhatsApp für 19 Milliarden US-Dollar von Meta übernommen, was zu einer verstärkten Integration mit anderen Meta-Diensten wie Facebook und Instagram führte.

Die Neuerungen bei WhatsApp beschränken sich nicht nur auf die KI-Funktion. Mit der Einführung neuer Kurz-Timer wird auch die grundlegende Chat-Erfahrung weiterentwickelt und verändert die Art, wie Nutzer miteinander kommunizieren.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen