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Homeland“: Türkische Millionen-Investition für Leiner-Flagship-Store

Homeland“: Türkische Millionen-Investition für Leiner-Flagship-Store
FOTO: iStock/Fenton Roman
3 Min. Lesezeit |

Vom Leiner-Flaggschiff zum türkischen Handelszentrum: In der Donaustadt entsteht mit „Homeland“ ein neues Einkaufserlebnis, das ab September 2025 die Wiener Handelslandschaft prägen wird.

Nach der Insolvenz der Möbelkette Kika/Leiner im Juli 2023, die einst zum Signa-Konzern von René Benko gehörte, mussten 23 Filialen schließen. Betroffen war auch das 11.600 Quadratmeter große Leiner-Flaggschiff in Wien-Donaustadt in der Hermann-Gebauer-Straße. Die Supernova-Gruppe unter Frank Albert hatte zuvor die Immobilien des Unternehmens übernommen.

Die GIM Shopping Center GmbH erwarb im Jänner 2024 die Immobilie für 12,5 Millionen Euro. Zur Finanzierung wurde ein Bankkredit aufgenommen, wobei die finanzierende Bank ein Höchstpfandrecht von 10,5 Millionen Euro im Grundbuch sicherte.

Am 19. September 2025 erhält der ehemalige Leiner-Standort neues Leben. Unter dem Namen „Homeland“ wird das Einkaufszentrum seine Pforten öffnen, betrieben von der Homeland Center GmbH.

Türkische Investoren

Hinter dem Projekt stehen drei Geschäftsleute mit türkischen Wurzeln. Die Betreibergesellschaft teilt sich in drei Eigentümeranteile auf: Die Gülle GmbH und die Systrade Planungs- und Handels-GmbH halten jeweils 44,65 Prozent. Erstere gehört einer türkischen Aktiengesellschaft des renommierten Textil- und Immobilienunternehmers Ismail Gülle, während Systrade dem Investor Yasar Incesu zuzuordnen ist. Die verbleibenden 10,7 Prozent liegen bei der 3points GmbH von Turgut Mermertas. Wie soziale Medien zeigen, verbindet die drei Unternehmer auch eine persönliche Freundschaft.

Die Eigentumsstruktur der Immobilie selbst, die der GIM gehört, weist eine leicht abweichende Verteilung auf: Gülle und Incesu halten je 40 Prozent, während Mermertas mit 20 Prozent beteiligt ist. Der 43-jährige Mermertas, der auch als Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Homeland Center fungiert, gründete die Plattform willessen.at und leitete von Jänner 2011 bis Dezember 2014 den Essenslieferdienst Mjam, der heute unter dem Namen Foodora Austria firmiert.

Neues Konzept

Die operative Leitung des Homeland-Einkaufszentrums liegt in den Händen von Fatima Gustafsson als General Managerin. Mit langjähriger Erfahrung bei Ikea, unter anderem in Bahrain und Dänemark, hat sie laut Unternehmensangaben „das Konzept für Homeland maßgeblich entwickelt und steht für das ganzheitliche Erlebnis für stilvolles Wohnen in Wien“.

Das neue Einrichtungshaus wird etwa 30 Mitarbeiter beschäftigen. Bemerkenswert ist, dass rund 20 Prozent der Belegschaft aus ehemaligen Leiner-Beschäftigten besteht, was dem Standort eine gewisse Kontinuität verleiht.

Burak Pehlivan, Vorsitzender der Türkisch-Ukrainischen Wirtschaftsvereinigung, kommentiert auf Instagram: „Türkische Geschäftsleute tätigen bedeutende Investitionen, die einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaft der Städte leisten“. Er ergänzt: „Zweifellos wird diese Investition auch als Katalysator für den Eintritt türkischer Marken in den Wiener und österreichischen Markt wirken, insbesondere in den Bereichen Möbel, Haushaltswaren und Heimtextilien.“

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KO KOSMO-Redaktion
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