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Karačić-Geschwister: „Am Spielfeld sind wir keine Brüder“

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Ivan (rechts) und Igor Karačić (links) spielen für zwei unterschiedliche Nationalmannschaften. (FOTOS: Facebook-Screenshots)

Die erstmals in drei Ländern ausgetragene Handball-Europameisterschaft, darunter auch vertreten in Österreich, genießt derzeit große mediale Präsenz. Neben den Spielergebnissen ist auch eine interessante Familiengeschichte vorzufinden.

Sowohl die kroatische als auch die bosnische Handball-Nationalmannschaft beherbergen jeweils einen der Karačić Brüder. Die aus Mostar stammenden ethnischen Kroaten, die sich dem Profihandball widmen, standen sich bereits des Öfteren als Rivalen am Spielfeld gegenüber. Igor Karačić spielt für die kroatische Nationalmannschaft und sein Bruder Ivan für die bosnische.

Die Brüder vertreten laut Anadolu Agency die Meinung, dass das Geschwisterverhältnis am Spielfeld nicht existiere. Während der Ausübung des Sports müsse man den Handballspielern der bosnischen und kroatischen Nationalmannschaft zufolge professionell bleiben und persönliche Beziehungen ausblenden.

Die Eltern der beiden fieberten bereits mehrere Male zeitgleich für die kroatische als auch die bosnische Mannschaft mit, da ihre Söhne in jeweils einem der Teams spielten.

Ankica, die Mutter der Brüder, meint dass es schwierig für sie sei, sich Spiele dieser Art anzusehen. Sie beschreibt diese Situationen als eine der schwierigsten in ihrem Leben, sie betont aber dennoch, dass der Bessere gewinnen solle. Der Vater der Profihandballspieler, Ante Karačić, teilt die Meinung seiner Frau, dass der Sieg dem besseren Team zustehe.

Während ihre Eltern nicht sagen können für welche Mannschaft ihr Herz schlägt, weiß eine Person ganz genau, wen sie anfeuern wird. Ineta, die Frau von Ivan Karačić wird mit der gemeinsamen Tochter ihren Ehemann im bosnischen Nationalteam anfeuern.