Sintflutartige Regenmassen treffen Südfrankreich mit voller Wucht – drei Menschen sterben, Hunderte werden aus ihren Häusern geholt.
Schwere Unwetter haben in Südfrankreich drei Menschenleben gefordert und weite Teile der Region unter Wasser gesetzt.
In der Gemeinde Lançon-de-Provence nahe Marseille wurden eine 26-jährige und eine 86-jährige Frau leblos in einem überfluteten Keller aufgefunden. Beide kamen nach Angaben der Behörden durch Ertrinken ums Leben. Bereits am Dienstag hatte das Hochwasser in Saint-Mitre-les-Remparts einen 75-jährigen Mann in den Tod gerissen.
Evakuierungen und Rettungseinsätze
Zu den am schwersten betroffenen Städten zählten Arles und Saint-Martin-de-Crau. Insgesamt 250 Personen mussten vorübergehend in Notunterkünften versorgt werden.
Die Feuerwehr war mit mehr als 700 Einsatzkräften und über 1.100 Einsätzen in mehr als 30 Gemeinden im Dauereinsatz. Blockierte Straßen, unterbrochene Bahnverbindungen und Störungen im Telefonnetz erschwerten die Lage zusätzlich.
Behördliche Maßnahmen
Für Donnerstag wurden weitere Zivilschutzkräfte mobilisiert, die das eingedrungene Wasser aus betroffenen Gebäuden abpumpen sollten.
Die zuständigen Behörden hielten die Bevölkerung über eine Warn-App kontinuierlich über die Entwicklung der Lage und geltende Sicherheitsmaßnahmen auf dem Laufenden.