Europas Automarkt erlebt eine historische Verschiebung und Österreich ist mittendrin statt nur dabei.
Der europäische Automarkt verzeichnet einen signifikanten Wandel: Elektroautos übertreffen erstmals Benziner und Diesel bei Neuzulassungen.
Im September 2023 wurden in der EU insgesamt 971.048 neue Pkw zugelassen, was einem Anstieg von 9,3 Prozent entspricht. Besonders auffällig ist die stark gestiegene Nachfrage nach Elektrofahrzeugen: 290.117 Neuzulassungen bedeuten ein Plus von 72,9 Prozent. Demgegenüber verzeichneten Benziner einen Rückgang von 23,4 Prozent auf 168.564 Einheiten, während Dieselfahrzeuge um 29,6 Prozent auf 50.557 Neuzulassungen einbrachen.
Hybride vorn
Betrachtet man den Zeitraum von Jänner bis September 2023, wurden EU-weit mehr als 1,93 Millionen Elektroautos neu zugelassen – ein Zuwachs von 48,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Marktanteil elektrisch betriebener Fahrzeuge kletterte auf 22,7 Prozent, während jener von Benzinern und Dieselfahrzeugen weiter schrumpfte. Die Führungsposition hielten dennoch Hybridfahrzeuge, die mit 3,09 Millionen Neuzulassungen und einem Marktanteil von 36,3 Prozent an der Spitze blieben.
Österreichs Trend
Auch in Österreich spiegeln die aktuellen Zahlen diesen europaweiten Trend wider. Im September stiegen die Neuzulassungen von Elektroautos um 80,6 Prozent auf 9.723 Fahrzeuge. Im Neunmonatszeitraum von Jänner bis September wurden österreichweit insgesamt 63.172 Elektrofahrzeuge neu zugelassen, was einem Anstieg von 36,9 Prozent entspricht.
Trotz rückläufiger Zahlen bei Benzinern und Dieselfahrzeugen blieb die Nachfrage nach Hybridmodellen auf einem konstant hohen Niveau.